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Einheitlicher Zahlungsverkehr in Europa kommt – wenn auch mit Verspätung

15. Februar 2012 –

Dass SEPA, der einheitliche Zahlungsverkehr für Europa, kommen würde, war schon lange klar. Nur das Wann war die große Frage, über welche das Europaparlament auch abstimmen musste. SEPA kommt nun ab Februar 2014 – ein halbes Jahr später als geplant. Für Überweisungen und Lastschriften innerhalb Europas gibt es dann einheitliche Kontonummern, mit 22 Stellen, die zugleich als BLZ gilt, egal aus welchem Land die Überweisung kommt und in welches Land die Überweisung geht.

Ab 2016 gilt dann auch in Deutschland die Nutzung der europaweit einheitlichen Nummern und der einheitlichen 22stelligen Kontonummer. Verbraucher wie Unternehmen müssen bis dahin die Umstellung von der derzeit geltenden maximal zehnstelligen Kontonummer auf die 22 Stellen. Eine BLZ, wie es sie bis dahin gibt, wird es dann nicht mehr geben. Die Identifikation wird dann, so ist es zumindest geplant, rein über die Kontonummer möglich sein.

Bislang ist es geplant, die IBAN dann generell als Kennung zu nehmen, egal ob die Überweisung oder Lastschrift innerhalb Europas erfolgt oder nur innerhalb eines Landes. Durch das Wegfallen der BIC wird der Überweisungsverkehr noch einmal erleichtert. Dass der Inlandsverkehr mit der 22stelligen Kontonummer erst ab Februar 2016 kommt, ist eine Folge der Intervention Deutschlands – sonst würde die inländische Umstellung auf die neuen Kontonummern schon früher erfolgen.

Am europäischen Zahlungsverkehr SEPA nehmen dann teil alle Länder der Europäischen Union sowie Island, Monaco, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die Erleichterung des Zahlens über die Grenzen hinweg wird aller Voraussicht nach auch zu einem neuen „Kampf“ um Girokonto-Kunden führen. Denn dann ist es möglich, von welchem Konto auch immer innerhalb des SEPA nach ganz Europa Überweisungen auszuführen und Lastschriften durchführen zu lassen. Die Bandbreite an Girokonto Angeboten wird sich auch früher oder später dann auch im Girokonto Vergleich durchschlagen. Für Unternehmen und Banken ist die generelle Umstellung auf SEPA dann vielleicht ärgerlich, für die Verbraucher könnte dies jedoch zu ganz neuen Möglichkeiten für die Eröffnung eines Girokonto führen!

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