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Banken

Dispokreditzinsen: Stiftung Warentest bemängelt Zinshöhe und Transparenz

17. Oktober 2012 –

Erneut ist das Thema der teilweise überzogen wirkenden Dispokreditzinsen in den Medien vertreten. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, dass viele Banken teilweise völlig überzogene Zinsen für kurzfristige Kontoüberziehungen fordern und damit möglicherweise die Kunden ausbeuten. Denn die Leitzinsen der EZB sind auf einem historisch niedrigen Niveau und das Liquiditätsmanagement der Banken sehr kostengünstig. Warum also dann die hohen Dispozinsen? Und warum so wenig Transparenz?

Die Deutsche Kreditwirtschaft informiert die Verbraucher heute in einer Pressemitteilung über dieses scheinbar schwierige Thema. Zunächst wird angeführt, dass Banken und Sparkassen ihre Bestandskunden regelmäßig über die aktuell gültigen Dispozinsen informieren. Hinweise dazu finden sich annähernd auf jedem Kontoauszug. Neukunden müssen für diese Information in das Preis- und Leistungsverzeichnis oder den in vielen Filialen vorhandenen Preisaushang schauen. Dies sind im Allgemeinen die Orte, an denen Informationen über den Dispozins frei verfügbar sind.

Um fundiert über das Thema diskutieren zu können, lohnt es sich, den Dispokredit einmal näher zu beleuchten. Es handelt sich dabei um ein kurzfristiges Kreditangebot seitens der Bank. Da Kunden dieses Angebot sehr flexibel und sehr kurzfristig nutzen können, wird es demnach auch höher bepreist. Schließlich ist die Sicherstellung von ausreichend Liquidität für den Fall der Inanspruchnahme von Dispokrediten sowie die Überwachung der Volumina aufwändiger als bei der regulären Kreditvergabe. Die Kosten für die Bereitstellung eines Dispokredits setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Ein direkter Zusammenhang zu den Liquiditätsoptionen, die die Europäische Zentralbank (EZB) Banken anbietet, besteht nicht. Damit hat auch der Leitzins der EZB keine maßgebliche Bedeutung für die Höhe der Dispozinsen.

Die Deutsche Kreditwirtschaft weist zudem darauf hin, dass die Untersuchung der Stiftung Warentest die Heterogenität der Dispokreditzinsen anzeige. Damit stehe es den Bankkunden offen, die Angebote verschiedener Banken miteinander zu vergleichen und das jeweils vorteilhafte zu wählen. Da sich offenbar erhebliche Unterschiede bei Kosten und Leistungen ergeben, macht dies auch Sinn. Wichtig ist jedoch auch, dass zur Beurteilung einer Bankdienstleistung nicht nur die Dispozinsen herangezogen werden, sondern die Kosten und Leistungen, die im Gesamtpaket eines Girokontos enthalten sind. Die Deutsche Kreditwirtschaft hat angekündigt, die Ergebnisse der Studie ernst zu nehmen und im Dialog mit Verbraucherschützern selbstkritisch zu beleuchten.

Unser Tipp: nutzen Sie einen zinsgünstigen Rahmenkredit anstelle eines Dispokredites. Wie Vergleiche etwa auf http://www.vergleich.info/finanzierung/kredit/abrufkredite/ oder http://www.kreditvergleich.net/kredite/abrufkredit/ zeigen, liegen die Zinsen hier in einer Spanne zwischen 3,99 und 8,90 % p.a.

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