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Banken

Deutsche Bank mit EBIT von fünf Milliarden Euro und 0,70 Euro Dividende pro Aktie

27. Mai 2010 – admin

Bei der heutigen Hauptversammlung der größten Bank unseres Landes, der Deutschen Bank, wurde eines deutlich: Es ist Wendezeit. Und dennoch, trotz der guten Zahlen für das Jahr 2009 mit einem EBIT von fünf Milliarden Euro, bleibt eine große Unsicherheit hinsichtlich des laufenden Jahres 2010.

Deshalb macht Josef Ackermann, die Gallionsfigur der Deutschen Bank, bei der Hauptversammlung auch eines deutlich: Es wird Zeit, die Finanzmärkte endlich nachhaltig zu stabilisieren: “Keine Frage: Wir müssen das Finanzsystem stabiler machen und Schwächen, die sich in der Krise gerade auch bei Banken gezeigt haben, konsequent beseitigen. Davon gibt es eine ganze Reihe: zu wenig Eigenkapital und Liquidität, zu viel Risiko, zu wenig Transparenz, falsche Anreize und einiges mehr”.

Deshalb stellte er auch drei zentrale Punkte gleich an den Anfang einer langen, aber nicht minder wichtigen, Rede: “Erstens: Nach der schwersten Finanzkrise seit Jahrzehnten, die sich auch in unserem Ergebnis 2008 negativ niedergeschlagen hatte, ist uns 2009 eine klare Wende gelungen. Wir haben trotz deutlich reduzierten Risikoappetits und kürzerer Bilanz einen Gewinn nach Steuern von fünf Milliarden Euro erzielt und unsere Position im Wettbewerb verbessert.

Zweitens: Die Kapitalstärke der Bank hat für uns in der gegenwärtigen Situation oberste Priorität. Die Konjunktur ist noch nicht nachhaltig gefestigt. Das regulatorische Umfeld wird schwieriger. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen Ihnen daher heute eine moderate Erhöhung der Dividende von 0,50 auf 0,75 Euro vor.

Drittens: Wir haben rasch und konsequent die Lehren aus der Krise gezogen und unsere Strategie sowie unser Geschäftsmodell dem veränderten Umfeld angepasst. Mit der Umsetzung der vierten Phase unserer Management Agenda wollen wir die Herausforderungen bewältigen, die sich für die Zukunft ergeben, und gleichzeitig die Chancen entschlossen nutzen, die damit ebenso verbunden sind.”

Nun geht es vor allem darum, das richtige Maß an Regulierung zu finden, machte  Ackermann zugleich deutlich. Dies war auch offensichtlicher Aufruf an die Bundesregierung, hier nicht über zu reagieren und unsinnige Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die nicht wirklich Sinn machen – und der Stabilität der Finanzmärkte und des Euro eher Schaden denn Nutzen bringen.

Einen Vorteil hat der Branchenriese, neben der Möglichkeit, offene Kritik zu üben, auch noch auf seiner Seite: Anders als andere Banken, wie zum Beispiel die Commerzbank und die Hypo Real Estate, hat sie keine großen Anlagen in Griechenland getätigt. „Wir haben ein relativ kleines Exposure in Griechenland“, sagte deshalb heute auch auf der Hauptversammlung. Und erhöhte gleich auch noch die Dividende von 50 Cent auf 70 Cent je Deutsche Bank-Aktie.

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