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Banken

Abwicklung statt Staatshilfen – Fitch senkt Ausblick für Deutsche Bank

27. März 2014 –

Die Bankenunion könnte alles ändern. Wenn eine Bank in Zukunft in eine schiefe Lage gerät, wird es dann wohl dazu kommen, dass Banken nicht mehr mit Milliardenbeträgen gerettet, sondern stattdessen abgewickelt werden. Dies führt natürlich auch zu einer Neubewertung der Ausblicke für die Banken, so sieht es zumindest die Ratingagentur Fitch – und senkt im Zuge dessen den Ausblick für den Branchenprimus in Deutschland, die Deutsche Bank, von bisher „stabil“ auf „negativ“.
Für die Ratingagentur steht damit fest, dass selbst die größte Bank hierzulande nicht von Staatshilfen profitieren würde, sollte sie in den nächsten Jahren in Schieflage gelangen. Damit zeigt die kommende Bankenunion bereits jetzt ihre Wirkung. Und dies genau zu einer Zeit, in der die Deutsche Bank gleich an mehreren Fronten zu kämpfen hat.

Einheitliche Regelung zur Bankenabwicklung

Deutsche Bank wird von Ratingagentur Fitch unter die Lupe genommen.Der Bankenstresstest 2014 könnte ein Meilenstein in der Finanzgeschichte werden. Bereits jetzt ist klar, dass wohl nicht alle getesteten Banken den Test auch so überstehen werden, dass sie immerhin noch saniert werden können. Die eine oder andere Bankenabwicklung dürfte Europas Banken deshalb wohl in diesem oder aber spätestens im kommenden Jahr erwarteten.

Durch die Bankenunion ist es nun endlich möglich geworden, eine einheitliche Regelung zur Bankenabwicklung zu finden. Dies dürfte dann doch für das eine oder andere Aufatmen sorgen, auch wenn die Union nicht von jedem unkritisch gesehen wird. Doch die Steuerzahler werden sich wohl letztlich freuen, waren sie es doch, die jahrelang zur Kasse gebeten wurden, um Institute wie die Hypo Real Estate (die heute pbb direkt) und die Commerzbank vor einem Zusammenbruch zu bewahren.

Aktionäre und Gläubiger werden zur Kasse gebeten

Statt dem Steuerzahler werden im Falle von Liquiditätsproblemen einer Bank in Zukunft deren Aktionäre und Gläubiger einspringen müssen und zur Kasse gebeten werden. Damit geht der Weg in eine Richtung, welche von Experten längst als notwendig erachtet wurden, um zukünftige Bankenprobleme nicht immer vom Steuerzahler beseitigen zu lassen.

Neben den Gläubigern und Aktionären werden jedoch auch die vermögenden Anleger einer strauchelnden Bank bluten müssen, wenn die Bankenunion im kommendem Jahr eingeführt werden wird. Dies könnte dazu führen, dass sich viele Anleger vielleicht bewusster machen, bei welcher Bank sie ihr Geld anlegen und ob das gewählte Institut wirklich so sicher ist, wie es gerne nach außen hin verkauft werden soll.

Hier werden die Ergebnisse des diesjährigen Bankenstresstests möglicherweise eine maßgebliche Rolle spielen. Wird dies doch der bisher härteste aller Tests sein, durch welchen die großen Banken in Europa müssen. Und er wird aufzeigen können, wie viel (Überlebens-)Chancen auch die großen deutschen Institute wie die Deutsche Bank im Falle einer neuen Finanzkrise wirklich hätten.

Fitch nimmt Banken unter die Lupe

Die Deutsche Bank ist derzeit nicht die einzige Bank, welche von Fitch unter die Lupe genommen wird. Auch viele andere Banken stehen derzeit im Fokus der großen Ratingagentur. Auf Ende des kommenden Monats sollen die Ergebnisse bekanntgegeben werden.

Dabei dürfte möglicherweise die eine oder andere Überraschung hinsichtlich des Ratings bzw. einer Herabstufung zu erwarten sein, ist derzeit zu vermuten.

Im Oktober dieses Jahres sollen dann die Ergebnisse des Bankenstresstests veröffentlicht werden, damit die neue Bankenaufsicht dann im November 2014 ihre reguläre Arbeit aufnehmen kann.

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