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Banken

Finanztest zeigt auf: Banken setzen Pflicht zum Beratungsprotokoll nur schlecht um

20. Juli 2010 –

Die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Anlageberatung wurden verschärft. Unter anderem wurde ein so genanntes Beratungsprotokoll eingeführt, das vom Gesetzgeber her zur Pflicht erklärt wurde. Wer nun jedoch glaubt, die Banken würden sich daran halten, der hat sich sehr geirrt. Dies zumindest zeigt ein aktueller Test der Zeitschrift “Finanztest”, die 21 Kreditinstitute unter die Lupe genommen hat.

BannerDas erschreckende Ergebnis: Die Geldinstitute scheren sich kaum um die Gesetzeslage und machen irgendwie immer noch, was sie wollen. Keine der getesteten Banken schnitt mit „sehr gut“ ab, und auch kein Kreditinstitute konnte ein „gut“ erreichen. Dafür gab es im aktuellen Bankentest von „Finanztest“ gleich sechs Mal die schlechteste Note, ein „mangelhaft“. Zwölf Banken erhielten ein „ausreichend“ und nur drei Banken konnten ein „befriedigend“ erreichen.

Einer der Gründe für diese schlechten Noten ist oftmals die fehlende Aushändigung des schriftlichen Beratungsprotokolls, das gesetzlich inzwischen vorgeschrieben ist. Zudem wurde über Kosten verschiedener Anlageprodukte nicht richtig aufgeklärt und es wurden auch wichtige Fragen an die Anleger einfach unter den Tisch gefallen lassen.  Die Anlageberatung durch Banken bleibt damit auch weiterhin schlecht.

Mit der besten Note wurde eine 3,1 verteilt, eine Blamage, wie sie ihresgleichen wahrscheinlich sucht bei einem Test der Stiftung Warentest. Die Kreditinstitute gehen damit weiter ihren eingefahrenen Weg – Gesetze hin, Rechtslage her.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband, vzbv, äußerte sich inzwischen auch zu dem erschreckenden Testergebnis: "Ohne die Abkehr von der provisionsgetriebenen Beratung, ohne klare gesetzliche Vorgaben und effektive Kontrollen durch die Finanzaufsicht wird sich an der Qualität der Anlageberatung durch Banken und Finanzvermittler nichts ändern".

Eine Stellungnahme von Verbraucherschutzministerin Aigner wird wohl auch noch kommen, sobald dies aus dem Urlaub zurück ist.

Das Testergebnis zeigt vor allem eines: Die gesetzlichen Maßnahmen müssen weiter verstärkt werden, auch die Folgen, wenn eine Bank bei der Anlageberatung Verstöße gegen geltendes Recht begeht. Was so mancher vielleicht als Kavaliersdelikt ansehen mag, ist in Wirklichkeit das Spielen mit dem Ersparten von Menschen, die möglicherweise ihr ganzes Leben lang hart dafür gearbeitet haben, um Geld bei Seite legen zu können. Eine Änderung wird wohl erst dann eintreten, wenn wirklich massive rechtliche Schritte gegen die Banken eingeleitet werden.

Einen professionellen Depot-Check bietet im Übrigen die DAB Bank über das nachfolgende Formular an:

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