Heute Abend werden sie bekannt gegeben, die Ergebnisse des so genannten Stresstests für die Banken Europas. Insgesamt wurden 91 Banken unter die Lupe genommen, davon 14 Banken aus Deutschland. Doch wer wird als Gewinner hervorgehen – und wer als der große Verlierer?
Bereits jetzt gehen zahlreiche Experten davon aus, dass die HRE, die Hypo Real Estate, vor der sicheren Pleite gerettet vom deutschen Staat mit einer dreistelligen Milliardensumme, zu den Verlierern gehören wird. Die Kriseninszenierung, die beim Banken-Stresstest durchgeführt wird, kann der Immobilienfinanzierer kaum überstehen. Zu hoch ist die Summe, welche die HRE in Staatsanleihen maroder Staaten wie Griechenland und Spanien investiert hat. Besonders fatal ist hierbei, dass die Hypo Real Estate auch dann noch Geld in griechische Staatsanleihen steckte, als sie bereits in staatlicher Hand war.
Eine hohe Zahl von Finanzexperten gehen davon aus, dass 11 der unter die Lupe genommenen Banken den Stresstest nicht bestehen werden. Derweil will die HRE weiter Geld vom Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin, wiederum in zweistelliger Milliardenhöhe.
Die Ergebnisse des Banken-Stresstests werden heute Abend um 18 Uhr veröffentlicht, inzwischen hat jedoch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, ohne Angabe einer Quelle, dass die deutschen Landesbanken den Test allesamt bestanden haben. Dabei am schlechtesten abgeschnitten haben soll die NordLB, was sehr seltsam anmutet. Bislang war gerade diese Landesbank am besten durch die Krise gekommen, weil die Anlagen der Bank eher konservativ als risikoreich waren.
Eines ist jedoch sicher: Die Welt blickt heute auf Europa. Und die Anleger warten auf die Ergebnisse des Banken-Stresstests. Denn er wird zeigen, welche Bank bei einem Konjunktureinbruch und beim weiteren Wertverfall von Staatsanleihen die Krise wirklich überstehen wird – und welche dann absaufen und untergehen wird, gemeinsam mit der Hypo Real Estate…

