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Banken

Commerzbank noch länger am Steuertropf?

08. November 2010 –

Die Commerzbank ist dieser Tage wieder in den Schlagzeilen. Während ihr in den vergangenen Monaten vorgeworfen wurde, sie würde auf Staatskosten ihre Konten unter den Mann (und die Frau) bringen wollen mit ihrer Girokonten-Bonusaktion, wurde von der Commerzbank selbst gekontert, dass die Rückzahlung der Staatshilfen bald erfolgen würde. Nun aber sieht die Lage der Dinge wieder ganz anders aus.

Die Commerzbank hat schwere Zeiten vor sich. Der deutsche Staat als stiller Teilhaber weiß nun nicht, wann er die Zinsen auf seine Finanzspritze erhalten wird. Die Bank muss Abschreibungen vornehmen, welche selbst in Jahren noch zu einer finanziellen Belastung werden könnten.

Die Immobilientochter Eurohypo wird zu einer teuren Bank für die Commerzbank. Mindestens eine Milliarde an Abschreibungen wird es wohl geben müssen für die Eurohypo, die immer noch faule Kredite in ihren Büchern lagern hat.

Neun Prozent Zinsen erhält der Staat eigentlich für die Einlage bei der Commerzbank. Ein guter Zinssatz, der dem deutschen Haushalt gut tun würde angesichts hoher Schulden. Nun aber könnte die Zinszahlung möglicherweise nicht kommen, falls die staatsgestützte Bank in die Verlustzone fällt, anstatt weiterhin schwarze Zahlen zu schreiben.

Im Jahr 2012 soll dennoch die Rückzahlung der Finanzhilfen erfolgen. Ob die Commerzbank diese Last dann jedoch schultern kann, erscheint im Moment mehr als fraglich. Zudem ist immer noch nicht sicher, ob die Dresdner Bank, die frühere Verlusttochter der Allianz, endlich vorzeigbare Zahlen schreiben kann, die der Commerzbank helfen – und nicht nur Kosten aufwerfen.

Es scheinen schöne Worte zu sein, die da heute gemacht wurden angesichts der Vorstellung der Zahlen des dritten Quartals 2010, ob sich die Commerzbank jedoch weiter gut am Markt behaupten kann, wird abzuwarten sein. Die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank wird das Privatkundengeschäft in Deutschland sehr durcheinander wirbeln, die Banken und Sparkassen werden sich alle neu aufstellen müssen, um mit dieser Konkurrenz dann klar zu kommen – und nicht als Verlierer der Übernahme zu gelten.

Weiterhin erfolgreich hingegen ist die comdirect bank, eine Tochter der Commerzbank. Hier wächst der Kundenkreis stetig, und die Bank wurde mittlerweile als „Beste Direktbank“ ausgezeichnet. Aber auch Produkte wie etwa das Commerzbank Girokonto mit Tagesgeld haben das Zeug dazu, bei den Kunden mehr als nur gut angenommen zu werden.

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