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Kredite

ZKA streitet Wucherzinsen für Dispokredite erneut ab

16. Februar 2011 –

Kaum werden die Banken und Sparkassen für die zum Teil sehr hohen Dispozinsen kritisiert, tritt der ZKA, der Zentrale Kreditausschuss, auf den Plan und streitet wortgewaltig alles ab, was an Kritik auf die Geldinstitute eingeprasselt ist.

Kredite der ING-DiBaNachdem die Stiftung Warentest vor einigen Monaten gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf die hohen Überziehungszinsen für Girokonten aufmerksam gemacht hatte, sträubte sich der ZKA auch wortreich, mehrere Institute senkten nach der Kritik der unabhängigen Stiftung dann doch erstaunlicherweise die Dispozinsen.

Nun aber hat die Zeitschrift Finanztest bei einem neuerlichen Test festgestellt, dass zwar einige Banken die Zinsen für den Dispokredit wohl gesenkt haben – andere jedoch mittlerweile sogar höhere Dispozinsen verlangen. Dies hat erneut die vzbv auf den Plan gerufen, der es nun nicht bei Worten belässt. Gestern wurden Abmahnungen an mehrere Banken verschickt.

Interessant ist hier vor allem eines der Argumente des ZKA: “Nach Angaben der Deutschen Bundesbank lagen Dispozinsen für Überziehungskredite an private Haushalte bei durchschnittlich 9,9 Prozent (Quelle: Dt. Bundesbank, per November 2010). Damit sind die Zinsen für Dispositionskredite seit ihrem Höchststand vor rund zwei Jahren (12,0 Prozent per Oktober 2008) im Durchschnitt um über zwei Prozentpunkte gefallen.” (Quelle: ZKA).

Nicht gesagt wird dabei jedoch, dass es seitdem eine massive Senkung des Leitzinssatzes gegeben hat, der sich seit Mai 2009 (!) auf einem historischen Tiefststand von 1,00 Prozent befindet.

Der Grund, wieso die Zinsen für Dispokredite im Durchschnitt sanken, liegt damit auf der Hand. Der ZKA macht hier etwas, was er gar nicht in der Hand hat, zu seinem Mittel, um klare Fakten von der Hand zu weisen: Dass die Zinsen für Überziehungskredite in Teilen immer noch deutlich zu hoch sind – und einige Banken ihre Zinsen gerne anpassen, wie sie es möchten, ohne Rücksicht auf die Kunden und ohne Einbeziehung der für die Zinsansetzung relevanten Maßstäbe wie den Leitzins und den Euribor.

“Die Zinshöhe ist das eine Ärgernis, die Willkür bei der Zinsgestaltung das andere. Verbraucher müssen nachvollziehen können, wie und wann sich die Zinsen verändern”, sagte der Vorstand des vzbv, Gerd Billen, dazu. Und der vzbv macht deutlich: “Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) ist die Zinspolitik der Banken unverschämt. Zudem ärgert er sich über Zinsanpassungsklauseln, in denen sich die Institute etwa das Recht vorbehalten, die Zinsen nach “billigem Ermessen” anzupassen. Zehn Institute hat der vzbv jetzt wegen verbraucherunfreundlicher Klauseln abgemahnt. (Quelle: vzbv)

Der Streit um gerechte Dispozinsen könnte damit sogar bald eine gerichtliche Fortsetzung finden, bei der ein Exempel statuiert werden könnte. Pro Banken oder Pro Verbraucher ist jedoch völlig ungewiss…

Welche Zinssätze verschiedene Banken für ihre Dispokredite verlangen und wieso ein Rahmenkredit oftmals die bessere Alternative ist, zeigen folgende Ratgeber:

Dispokredit-Vergleich des Fachportals kostenloses-konto.net

Rahmenkredit-Vergleich des Fachportals Kredit-und-Finanzen.de

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