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Kredite

Bei Ratenkrediten auf die Bearbeitungsgebühren achten!

21. Oktober 2011 –

Ratenkredit ist nicht gleich Ratenkredit, diese Erfahrung haben im Laufe der Jahrzehnte immer mehr Kreditnehmer machen müssen. Während lange mit niedrigen Zinsen für Kredite geworben wurde, diese jedoch oft ohne die Einrechnung von Bearbeitungsgebühren und Verwaltungskosten waren, gibt es seit vergangenem Jahr die Verbraucherkreditrichtlinie.

Diese ist sinnvoll, natürlich, macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn ihr Befolgen auch kontrolliert wird. Und so ist das Treiben bei den Kreditangeboten oft immer noch unüberschaubar – Kritiker sagen sogar, dass die neue Richtlinie, welche die Verbraucher eigentlich schützen soll, die Lage bei den Baufinanzierungen noch unübersichtlicher gemacht hat, als sie es vorher schon war.

Wichtig ist, bei Ratenkrediten und bei der Kreditaufnahme für den Hausbau und Hauskauf auf die Bearbeitungsgebühren zu achten – und ob diese schon in den vorab als Angebot angegebenen Kreditzins eingeflossen sind. Denn gerade die Gebühren und die Kosten für den Verwaltungsaufwand können einen eigentlich günstigen Kredit (die Kreditzinsen sind derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau) deutlich teurer machen.

Unschön ist es für Kreditnehmer auch, wenn sie bei der Tilgung des Kredits erst die Bearbeitungsgebühren abzahlen und dann die Zinsen und irgendwann erst die tatsächlich aufgenommene Kreditsumme. Wer dann irgendwann in Zahlungsschwierigkeiten gerät, hat von seinem eigentlichen Ratenkredit dann möglicherweise noch gar nichts abgezahlt, sondern nur für die Kosten des Kredits und die Zinsen für die Kreditraten überwiesen.

Der Kreditvertrag sollte deshalb vor Unterschrift gründlich gelesen werden. Eine Kredittilgung sollte möglichst von Anfang an stattfinden, so dass mit den monatlichen Darlehensraten immer ein Teil Kredit, ein Teil Kreditzinsen und ein Teil Bearbeitungskosten getilgt werden. Am sinnvollsten ist es dann, sich vorher den Tilgungsplan für den Kredit genauer anzusehen, um zu wissen, wann man was bezahlt, und wann man was abgezahlt hat

Wenn man dann irgendwann in Zahlungsschwierigkeiten gerät, steht man nicht vor einem eigentlich noch gar nicht zurückgezahlten Teilkredit, sondern vor der kompletten Summe. Und das wird dann richtiger teuer und kann einen, im Falle einer Bau- oder Immobilienfinanzierung, das ganze Eigenheim kosten, ohne das überhaupt ein einziger Euro vom Kredit abgetragen wurde.

Mittlerweile gibt es jedoch auch einige Angebote für Kredite, bei denen gar keine Bearbeitungsgebühr berechnet wird. Doch auch hier gilt es, den Kreditvertrag genau zu lesen, um nicht noch über irgendeinen Haken zu stolpern, der einen sogar noch teurer kommt als mögliche Bearbeitungsgebühren.

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