Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Kredite

Finger weg von variablen Zinsen bei der Baufinanzierung!

30. Juli 2013 –

Die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite und Baufinanzierungen bringen den einen oder die andere durchaus auf fahrlässige Ideen. Um die Verzinsung noch weiter nach unten zu drücken für den Bau oder Kauf des Eigenheims beziehen manche durchaus die variable Verzinsung statt einer Zinsbindung in ihre Überlegungen mit ein. Doch ist dies wirklich so sinnvoll oder eher nicht gleich der direkte Weg in die Verschuldung?

Derzeit sind die Zinsen für Baukredite und Immobilienfinanzierungen niedrig, was ein sehr guter Grund dafür sein kann, sich Gedanken über den Kauf eines eigenen Heims zu machen oder sich ein Eigenheim zu bauen. Doch die niedrigen Zinsen sind nicht endlich und je länger die Zinsbindung für den aufgenommenen Kredit ist, desto günstiger kommt man letztlich über die Jahre hinweg mit seinem Darlehen.

Eine andere Möglichkeit ist jedoch die, noch mehr an den Zinsen zu sparen und stattdessen eine Finanzierung aufzunehmen, bei welcher der Zinssatz variabel ist. Das heißt: die Verzinsung für den Kredit könnte sich letztlich jederzeit damit von heute auf morgen ändern.

Während dieses Phänomen der Immobilienfinanzierungen und Baukredite mit variabler Verzinsung meist noch eher weniger praktiziert wird in Deutschland, sieht dies in anderen Ländern und vor allem in den USA ganz anders aus. Dort wird es immer üblicher, dass Hauskäufer für ihre Finanzierung einen Kredit mit variabler Verzinsung wählen, um noch niedrigere Zinsen zu erhalten als sowieso schon. Dass damit bereits die nächste Immobilienblase am Wachsen ist, braucht nicht gesagt zu werden. Durch die variable Verzinsung bekommen Kreditnehmer zwar für den Moment niedrigere Zinsen, die sie zahlen müssen, aber das Blatt hat auch eine bittere Kehrseite: sobald das Zinsniveau ansteigen wird, und in den USA ist davon bereits jetzt auszugehen, werden auch die Zinsen für solche Finanzierungen steigen. Und damit steigen die monatlichen Raten oder aber es wird eine Laufzeitverlängerung vereinbart, die den Kredit dann nach hinten raus deutlich teurer macht als anfangs gedacht.

Immobilienkäufer, die sich bei ihrer Finanzierung auf einen solchen variablen Zinssatz einlassen, sind deshalb weniger als naiv zu bezeichnen, denn eher als fahrlässig. Wie die USA zeigen, geht es dabei vor allem nicht nur um Kredite von Geringverdienern und vergleichsweise niedrigen Finanzierungssummen – sondern mitunter auch um Millionenbeträge. Und wie die Kreditnehmer, die Hauskäufer, dies dann am Ende, wenn die Federal Reserve, die Zinsen anziehen wird und damit auch die Zinsen für Immobilienkredite steigen werden, bezahlen sollen und wollen, ist mehr als fraglich.

Deshalb ist nur aufs Schärfste von Baukrediten und Immobilienfinanzierungen mit variabler Verzinsung abzuraten. Wer jetzt eine Baufinanzierung oder einen Immobilienkredit aufnimmt und niedrige Zinsen erhalten möchte, der sollte sich diese auch mittels einer möglichst langen Zinsbindung sichern.

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC