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Kredite

Teilentschuldung von Immobilienkrediten in den USA die Lösung des Problems?

16. August 2010 –

Die US-Wirtschaft liegt immer noch mehr darnieder, als sie tatsächlich lebensfähig ist. Konjunkturhilfen von mehr als einer Billion US Dollar haben nicht die gewünschten Effekte erbracht. Nun müssen andere Wege beschritten werden – und einer davon wurde jüngst, via Gerüchteküche, laut gemacht.

Natürlich wurde die ganze Sache längst wieder dementiert, sie könnte jedoch ein wichtiger Schritt der USA sein, die eigene Wirtschaft wieder gesunden zu lassen. Fannie Mae und Freddie Mac, zwei Namen, die bei Millionen von US-Amerikanern die Nackenhaare stehen lassen. Zwei Immobilienfinanzierer, die Hypotheken bei den Banken aufkaufen, damit diese schneller in der Lage sind, neue Kredite zu vergeben. Eigentlich eine gute Sache, wären da nicht die ganzen faulen Kredite, die bei Freddie Mac als auch bei Fannie Mae in den Büchern schlummern würden. Experten gehen davon aus, dass immer noch um die 20 Prozent faule Kredite dort zu finden sind.

Die neueste Idee verbreitete sich schnell, auch wenn die US-Regierung schnell wieder dementierte. Hängen blieb das Gerücht jedoch, und scheint eine der Lösungen zu sein, das Problem US-Wirtschaft wieder in den Griff zu bekommen.

Doch wieso hängt die Wirtschaft eines so großen Landes von zwei Hypothekenfinanzierern ab, mag sich so mancher und so manche jetzt fragen. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: In den USA ist die Wirtschaft zu 70 Prozent vom Konsum der privaten Haushalte abhängig.

Anders als bei uns, wo die Wirtschaft auf mehreren Säulen steht, zum Beispiel auch Exporte, ist der Konsum in den USA sehr vorherrschend, und wichtig, um die Räder überhaupt am Laufen zu halten.

Da viele Menschen über den großen Teich jedoch kaum noch in der Lage sind, ihre Hypotheken zu bedienen, und sich diese zudem kaum noch lohnen, da sie höher sind als die eigentlichen Verkehrswerte der Häuser, ergibt sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise ein großes Problem: Das Geld, mit dem die Kredite zurückgezahlt werden, fehlt dann bei den Ausgaben für den Konsum. Das heißt im Klartext: Die Verbraucher sparen, und die Konjunktur kommt nach der Krise immer noch nicht so in die Gänge, wie es zum Beispiel in Deutschland der Fall ist.

Würden den Hausbesitzern nun ein Teil ihrer Schulden entlassen und damit die monatliche Zahllast der privaten Haushalte verringert, könnte der Konsum wieder zunehmen. Damit dies jedoch möglich ist, müsste die US-Regierung die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die dank der staatlichen Hilfen dem US-Finanzministerium unterstehen, eine entsprechende Anweisung geben. Zwar wurde eine solche Anweisung bislang dementiert, morgen soll jedoch eine eigens aus diesem Grunde veranlasste Pressekonferenz über die Bühne gehen. Ist möglicherweise an den Gerüchten doch mehr dran, als Obama und Co. die Bürger ihres Landes und die Anleger in aller Welt Glauben machen möchten?

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