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Devisen

Euro gewinnt weiter gegenüber dem US Dollar und notiert kurz vor 1,30 US Dollar je Euro

16. Juli 2010 – admin

China, viele Jahrzehnte lang eher ein Waisenkind denn eine anerkannte Wirtschaftsnation, hat gesprochen. Und stabilisiert damit den Euro, der weiter gegenüber dem US Dollar gewinnt. Die Gemeinschaftswährung nähert sich damit, möglicherweise unaufhaltsam, der Marke von 1,30 US Dollar je Euro.

Bei einem Besuch von Kanzlerin Merkel in der Volksrepublik bekannte sich China deutlich zum Euro und wird auch weiterhin einen Teil seiner Devisenreserven in der Währung der Euro Zone halten wollen. Dies ist ein klares Bekenntnis zum Zahlungsmittel unseres Landes, das von Kritikern zwischenzeitlich schon fast tot geredet wurde.

Der Verfall des Euro vor einigen Wochen schien vielen Gegnern der Gemeinschaftswährung Recht zu geben. So einige wollten gar wieder die Deutsche Mark zurück als Währung, während der Euro sogar unter die Marke von 1,20 US Dollar gefallen war.

Heute aber sieht die Welt wieder ganz anders aus. Der Euro ist inzwischen 10 US Cent mehr wert als vor einigen Wochen, und die Kon junktur vor allem unseres Landes erholt sich schneller, als lange gedacht worden war. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Wirtschaft der USA langsamer erholen wird, als bisher prognostiziert worden war und auch die Arbeitslosigkeit dort langsamer abgebaut werden wird, wie es derzeit aussieht.

Der Euro, der erst der Verlierer der Finanzkrise zu sein schien, wird nun möglicherweise zum Gewinner und könnte noch deutlich stärker werden gegenüber dem US Dollar, der immer noch die Leitwährung der ganzen Welt ist. Doch Chinas klares Statement zum Euro hat gerade angesichts der ständigen Querelen mit den USA um die Aufwertung der chinesischen Währung Juan einen interessanten Beigeschmack.

Die Volksrepublik stärkt die Gemeinschaftswährung damit deutlich und schickt zugleich eine indirekte Warnung an die USA, dass sich die Währungsreserven Chinas deutlich verschieben könnten in Richtung Euro. Für den US Dollar wäre dies eine starke Beeinträchtigung, da das Land eine hohe Summe in Dollar-Reserven und in US-Staatsanleihen gesteckt hat. China dreht den Spieß nun um, wie werden die USA reagieren. Den Anlegern wird es auf jeden Fall gefallen, weil der Devisenhandel für Kleinanleger und Privatanleger damit enorm an Bedeutung gewinnen könnte.

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