Der Euro ist und bleibt gefährdet, zumindest ist es das, was der Wertverlauf des Euro seit Tagen wieder zeigt. Die Gemeinschaftswährung Euro rutscht weiter ab – und niemand weiß, wann und wo der Fall endet. Steht die Währungsunion damit vor neuen Problemen?
Heute Morgen lag der Euro noch über der Marke von 1,27 US Dollar, rutschte aber zwischenzeitlich unter diesen Wert und liegt aktuell auf 1,2689 US Dollar. Die Angst geht wieder um in der Euro-Zone.
Doch auch der US Dollar ist nicht mehr mit alter Stärke unterwegs. Zu viele schlechte Nachrichten aus den USA drücken auch hier immer wieder die Währung, die um ihren Rang als Leitwährung bangen muss. Viele dachten, wenn der Dollar langsam an Bedeutung verliert, wird der Euro in die Bresche springen. Dies ist jedoch, zumindest angesichts der aktuellen Situation, nicht der Fall.
Welche Währung diesen Rang in Zukunft einnehmen wird, zeigt sich noch nicht wirklich. Es liegen Vermutungen nahe, dass der chinesische Yuan immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Solange die Währung der Volksrepublik jedoch noch nicht im freien Handel, das heißt, auf dem Devisenmarkt, käuflich ist, ist der mögliche Höhenflug dieser Währung noch gebremst.
Da China jedoch eine wichtige Stellung einnimmt, gerade als Hauptgläubiger der USA durch das Halten vieler Staatsanleihen, wird in Zukunft kaum jemand mehr an der chinesischen Währung vorbeikommen können, wenn es um die Geldanlage in Devisen geht.
In der Euro Zone wird man sich jedoch nun die Frage gefallen lassen müssen, wo es eigentlich hingehen soll. Die Verfassungsbeschwerde gegen den Euro-Rettungsschirm drückt dem Euro schwer auf den Magen, aber auch die Unsicherheit, was aus Griechenland wird. Dort werden die Sparmaßnahmen zwar umgesetzt, die gefordert wurden, das Problem ist jedoch: Es wird mehr gespart, als verlangt wird. Darunter leidet das ganze Land an Mittelmeer, viele Betriebe müssen schließen und die Arbeitslosigkeit wächst dramatisch an.
Die Euro Zone steht damit weiter vor dem Problem, was aus der Währungsunion werden soll. Hat sie wirklich eine Zukunft, oder muss sie im Laufe der Zeit beschnitten werden, um wirklich Bestand haben zu können?
Doch auch die ansteigende Inflationsrate drückt weiter auf das Gemüt der Menschen in der Euro Zone. Die Preise für Lebensmittel steigen, und auch die Kosten für Energie wie Strom und Gas werden ansteigen. Durch das Niedrighalten des Leitzinses, da der Rat der EZB wieder einmal den Lauf der Zeit verschläft, sind davon Sparer in der ganzen Währungsunion betroffen – durch niedrige Zinsen auf Geldanlagen.
Es ist damit weiter vieles unklar, wie es weitergeht in der Währungsunion. Wird der Euro sich doch noch stabilisieren können, oder doch immer weiter an Bedeutung verlieren? Und was wird aus dem Yen, der Währung Japans, die sich immer wieder stark zeigt, gerade gegenüber dem immer wieder auch schwächelnden US Dollar?

