Investments in Agrarrohstoffe werden von Vermögensberatern nicht nur gern, sondern auch häufig empfohlen. Rentabel sind diese für den Anleger jedoch nur, wenn Witterungsbedingungen die Ernte nicht belasten. Gerade bei Investitionen in Agrarrohstoffe sind die Risiken für den Anleger sehr hoch.
Seit Jahresanfang 2009 verzeichnet der Zuckerpreis ein deutliches Wachstum und ist Ende November 2009 knapp doppelt so hoch wie an den ersten Tagen des Jahres. Hingegen müssen Mais und Weizen ein deutliches Minus verkraften. Obwohl auch bei diesen Rohstoffen zwischenzeitlich Preisanstiege verzeichnet wurden, befinden sich diese aktuell in einem deutlichen Minus. Die Preise für die Agrarrohstoffe schwanken nach Experteneinschätzungen stärker als die Kurse der Aktien und sind somit auch wesentlich riskanter für die Anleger.
Die meisten Anlageberater weichen trotzdem gern auf die alternative Rohstoffanlage aus, die besonders in unsicheren Zeiten gern empfohlen wird. Das Vermögen der Geldwertung soll vordergründig bei Inflationssorgen stärker geschützt werden und dies wird überwiegend durch Sachwerte realisiert.
Dieser Anlagemarkt beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Industriemetalle, gerade Agrarrohstoffe werden immer beliebter. Im Fokus stehen Ausgangspflanzen, die als Grundnahrungsmittel angesehen werden. Neben Weizen und Mais gehören dazu auch Raps und Soja. Beliebt sind auch Genussmittel wie Zucker und Kaffee. Doch der Inflationsschutz ist nach Experteneinschätzung nervenaufreibend.
Auch nach einer langen Laufzeit sind Renditen nicht sicher. So muss bei den Rohstoffanlagen nicht nur mit Verlusten, sondern auch mit mangelnden Gewinnen gerechnet werden. Im Vergleich zu den Agrarrohstoffen konnten andere Rohstoffe wie Uran deutlich zulegen. Der Wert der Industriemetalle ist im gleichen Zeitfenster um 200 Prozent gestiegen und ist demnach für Anleger wesentlich rentabler.
Die Anlage in Agrarrohstoffe basiert derzeit noch auf Szenarien, die von dem Wachstum der Weltbevölkerung abhängig sind. Mit einem starken Wachstum kann jedoch nur langfristig gerechnet werden, so die Experten. Veränderungen und Entwicklungen in Schwellenländern wirken sich kaum auf die Agrarpreise und somit auch nur schwach auf die Rendite dieser Anlage aus.
Anleger können jedoch durch den Kauf von Agrarfonds profitieren. Durch die Agrarfonds beteiligen sie sich an den Weiterentwicklungen und Forschungen in der Produktionstechnologie. Bei den Agrarfonds wird meist nicht in die Rohstoffe, sondern in die Unternehmen, die in der Nahrungsmittelproduktion tätig sind, investiert. Vordergründig können diese Unternehmen von einem Anstieg des Nahrungsmittelbedarfs profitieren. Dadurch sind auch die Wachstumschancen für Anleger wesentlich höher.

