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Peugeot in Fahrt: Ausblick verbessert Rating

18. April 2011 –

Gute Zahlen beeindrucken Ratingagenturen. Wer zeigt, dass Umsätze und Ergebnisse gesteigert werden konnten und eine positive Zukunftsentwicklung in Aussicht stellt, punktet bei Moody’s, Fitch und Co. Das beweist nun auch Peugeot – der französische Autokonzern steigert sich in seinem Rating von Baa3 auf stabil. Es war ein “Rekordjahr für Peugeot“, titelt autonachrichten,  mit den besten Verkaufsergebnis seiner 200-jährigen Geschichte.

Das Rating der Agentur Moody’s für Peugeot wurde schon kurz nach der Veröffentlichung der Zahlen 2010 heraufgesetzt. Die Jahresergebnisse des Konzerns waren stärker als erwartet ausgefallen, und auch der Ausblick auf die Verbesserungen des Zahlenwerks in naher Zukunft hatte das Rating positiv beeinflusst. Die Umsatz- und Ergebnissteigerung konnte zweistellig in allen Konzernbereichen verzeichnet werden: So lagen die Umsätze bei 56,0 Milliarden Euro, die Nettoverschuldung verringerte sich unterdessen von 3,1 auf 2,3 Milliarden Euro.

Peugeot ist Massenproduzent, der bislang seinen Absatzschwerpunkt in Europa besitzt. Doch der Autokonzern hat große Pläne für die Zukunft: Bis 2015 wollen die Franzosen gemeinsam mit chinesischen Kooperationspartnern die Jahresproduktion deutlich anheben und insgesamt 750.000 Fahrzeuge herstellen (zum Vergleich: 2010 produzierte Peugeot 376.000 Fahrzeuge). Noch 2011 sind von französischer Seite sieben Fahrzeug-Neueinführungen geplant. „Peugeot stellt Weichen für die Zukunft“ der Marktanteil soll schon 2011 stark wachsen.

Wie der Blog rp-online berichtet, möchte man in der Hybridtechnologie mit BMW zusammenarbeiten und noch im 2. Quartal dieses Jahres ein Joint Venture mit dem Münchner Autobauer auf die Beine stellen. So sollen ab 2015 rund 15 Prozent aller vertriebenen PSA-Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb oder Hybridtechnologie aus der Produktionshalle kommen. Für das geplante Effizienzprogramm stehen dem Konzern 3,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Kooperation kann sich für beide Hersteller auszahlen, aus wirtschaftlicher und Ressourcensicht ist sinnvoll. Es ist nur eine Frage, ob die Egos der beiden Managementteams auch so vernünftig sind, wenn es mal kurzfristig nicht eitel Sonnenschein ist.

Nimmt die globale Konjunktur weiter Fahrt auf und Peugeot kann seine Pläne verwirklichen, stehen dem Konzern blühende Zeiten bevor. Die Finanzkennzahlen dürften sich dann weiter verbessern, und auch das Rating wird nachziehen. Vermutlich werden dann auch die Schulden zurückgehen: Sie betrugen 2009 bei 183 Prozent, in 2010 immer noch 157 Prozent.  Dies ist eine relativ hohe Quote, doch als alleinige Kennzahl sagt sie wenig aus.

Peugeot muss den Investoren zeigen, dass es die Schulden abbauen kann und trotzdem kräftig investiert um die hohen Wachstumserwartungen zu erfüllen.

Positiv ist zu betrachten, dass Peugeot in dem schnell wachsenden Marktsegment der Kleinwagen seinen Schwerpunkt hat. Dieses Segment wächst sowohl in den Schwellenländern, wo viele Mittelschichten das erste Mal die Möglichkeit haben ein Auto zu kaufen, als auch in den Industrieländern. In den Industrieländern besonders in den großen Städten hat das Auto als alleiniges Statussymbol der jungen Generation ausgesorgt.

Dies sind alles gute Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum in diesem Segment.

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