Logo


Geldanlage

Beipackzettel für Geldanlagen – Kommen nun einheitliche Standards?

11. März 2010 – admin

Die Geldinstitute in Deutschland wussten, sie würden in die Pflicht genommen, wenn sie nicht selbst handeln. Die Deutsche Bank fing damit an, die ING-DiBa zog nach. Und auch der Bankenverband hat sich aufgemacht, einen (Muster-) Beipackzettel für Geldanlagen zu entwerfen.

GIF-Banner 2,05 % - 175x116Bei Letzterem jedoch kam es dann zu einem Fehler, gewollt oder nicht gewollt, der inzwischen entfernt wurde, wie Verbraucherschutzministerin Aigner in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erzählte. Ob der Fehler ausgemerzt wurde, bevor der BdB am 26. Februar dieses Jahres mit ihrem Muster-Infoblatt an die Öffentlichkeit ging, ist jedoch nicht bekannt.

“Einfache und verständliche Informationen über Anlageprodukte sind die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung des Kunden zu seiner Bank”, das wollte der Bankenverband laut des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers Hans-Joachim Massenberg bieten. Die Frage ist, ob die Banken die gewünschte Transparenz auch bieten werden.

Denn: Einen Beipackzettel für jedes Finanzprodukt zu erstellen, bedeutet auch, sehr viel Zeit aufwenden zu müssen. Der Markt ist inzwischen so unüberschaubar geworden, dass so mancher Bankberater seine eigenen Produkte nicht mehr versteht.

„Viele Finanzprodukte sind schwer verständlich, deshalb brauchen wir flächendeckend einen übersichtlichen Beipackzettel, der Kunden einen Vergleich verschiedener Angebote ermöglicht.“, sagt unsere Verbraucherschutzministerin dazu in dem bereits genannten Interview mit der „FAZ“.

Und: Der Kunde muss in der Lage sein, erkennen zu können, welche Risiken eine bestimmte Geldanlage bietet und auch welche Chancen – und auch, wie hoch die Kosten des jeweiligen Finanzproduktes sind. Da bleibt übrigens nur zu hoffen, dass die Riester Rente auch entsprechende Beipackzettel bekommt.

Denn trotz staatlicher Zertifizierung ist die Kostenstruktur immer noch nicht überschaubar. Und das, obwohl es in den vergangenen Jahren gerade deshalb immer wieder Kritik hagelte in Richtung der Anbieter der Riester Verträge.

„Marketing-Gags und Werbetexte helfen nicht weiter.“, machte Ilse Aigner, die Verbraucherschutzministerin auch deutlich. Wie die Banken jetzt handeln werden? Sie sind im Zugzwang, soviel ist klar. Der Ruf ist laut nach einheitlichen Standards für Geldanlagen. Kommen diese nicht, wird der Gesetzgeber entsprechende rechtliche Schritte dazu einleiten. Kommen sie, wird dies nicht nötig sein. Die Banken haben es also selbst in der Hand, was die Zukunft bringen wird.

Wer nicht bis dahin warten möchte, aber sein Geld auf jeden Fall zu 100 Prozent sicher anlegen möchte, dem empfehlen wir Tagesgeld und Festgeld. Die Zinsen sind derzeit zwar recht unterschiedlich, aber dafür ist das Ersparte, wenn es bei einer Bank angelegt wurde, das in einem Einlagensicherungsfonds Mitglied ist, sicher angelegt. Entsprechende Vergleiche finden Sie unter anderem unter http://www.tagesgeld-vergleich.net/ und http://www.tagesgeld-vergleich.net/festgeldvergleich.html.

Festgeld Banner 468x60

Hinterlasse eine Antwort




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC