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Geldanlage

Microsoft kauft Handysparte von Nokia – Aktienkurs steigt in Rekordtempo

03. September 2013 –

Es gibt sie eben immer wieder doch, diese Überraschungen, die den Kurs einer Aktie binnen eines Tages massiv verändern können. Was für negative Nachrichten gilt, gilt auch für positive, und in diesem Fall hat sie sowohl Anleger wie auch Analysten quasi über Nacht überrollt. Microsoft kauft die Handysparte von Nokia, der einstmals so wichtige Mobilfunkgeräte-Anbieter will sich ganz aus diesem Geschäft zurückziehen und nur noch auf seine Netzwerk-Aktivitäten setzen, wie es heißt.

Nokia hat seine besten Zeiten als Handy-Hersteller längst hinter sich, der Weggang der Produktion des Unternehmens aus Deutschland nach Osteuropa hat einst für viel Unruhe und dann für den Verlust von Käufern gesorgt. Zudem kommt der einstige Gummistiefel-Hersteller einfach nicht den Anschluss an den Smartphone-Boom schaffen, und hat sich auch in diesem Bereich verzettelt.
Microsoft indes bläst nun durch den Kauf von Nokia zum Angriff auf die großen Smartphone-Hersteller und wird dabei wohl vor allem Konkurrenten Apple ins Visier genommen haben. Mit den richtigen Geräten und der richtigen Technik könnte Nokia früher oder später, schon aufgrund der früher so großen Bekanntheit des Unternehmens zumindest der Sprung unter die besten Anbieter von Smartphones gelingen.

Die Anleger zeigten sich mehr als erfreut über diese Nachricht, die Nokia-Aktie schoss teilweise um 48,5 Prozent nach oben. So stark war die Kursveränderung nach oben bei der Aktie des Handy-Herstellers noch nie gewesen binnen eines Tages. Microsoft will für die Mobilfunk-Sparte von Nokia, zu der sowohl die Geräte wie auch die Dienste des Unternehmens gehören, einen Kaufbetrag von 3,79 Milliarden Euro hinlegen, wie es in Medienberichten heißt. Zudem sollen weitere 1,65 Milliarden Euro für die Patentlizenzen bezahlt werden. Insgesamt stieg die Aktie von Nokia auf 4,40 Euro, ob sich diese Kursrichtung in den kommenden Tagen bestätigen wird, bleibt nun abzuwarten.

Interessant war nach dieser überraschenden Nachricht die Reaktion der Analysten. Hatten diese zuvor noch eine Verkaufsempfehlung gegeben, stuften sie das Papier um auf "hold" (= halten). Dies ist auch ein Beispiel dafür, dass nicht alles Gold ist, was Analysten als "Gold" verkaufen wollen und nicht alles Ramsch sein muss, was dazu gemacht wird.

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