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Geldanlage

Was ist richtige Geldanlage im Jahr 2014?

05. März 2014 –

Die Bundesbürger sparen falsch, und lassen sich dadurch eine Rendite entgehen, die weit über den gegenwärtigen Minizinsen für Sparbuch und Co. liegt. Dies wurde in den Jahren seit Ausbruch der Finanzkrise immer wieder von Experten angemahnt und nun pfeift auch der Chefanlagestratege der Deutschen Bank, Ulrich Stephan, genau in dieses Loch – und hat damit vor allem eins: Recht!

Sparen mit niedrigen Zinsen belastet die Altersvorsorge

Die Deutschen sind das Volk der Sparer, aber auch des falschen Sparens. Wo jahrzehntelang auf das Sparbuch eingezahlt und kaum Neues versucht wurde, sieht es in den Zeiten niedriger Sparzinsen immer trostloser aus.

Die Zinsen, die beispielsweise die Hausbanken bezahlen, das heißt, Sparkassen und Volksbanken, reicht in den meisten Fällen nicht einmal mehr dazu aus, die Inflationsrate auszugleichen – geschweige denn auch noch eine Rendite zu erwirtschaften. Genau diese ist jedoch notwendig, damit die Ersparnisse der Bundesbürger nicht in eine negative Realverzinsung rutschen.

Minizinsen führen zu negativen Zinsen

Die Deutschen sehen Banken seit dem Ausbruch der Finanzkrise sehr zwiespältig und haben oft auch das Vertrauen in die Geldinstitute verloren. Und dennoch fällt vielen Bundesbürgern nichts Besseres ein, als ihre sauer verdienten Kröten zu genau diesen Banken zu tragen, und für ihr gutes Geld eine schlechte Verzinsung zu erhalten.

Denn: durch die gegenwärtigen Minizinsen, die es bei vielen Filialbanken und auch bei einigen Direktbanken gibt, wird eine negative Realverzinsung erreicht. Dies passiert dann, wenn die Inflationsrate höher ist als die Verzinsung, die es für die jeweils gewählte Spareinlage gibt. Das bedeutet: der Verbraucher, der so spart, der schenkt seiner Bank letztlich bares Geld und verliert damit zugleich Monat für Monat etwas von seinem Ersparten.

Chefanlagestratege empfiehlt eine Portfolio-Mischung aus Aktien und Renten

Gar nichts von sicheren Spareinlagen als Geldanlage scheint Ulrich Stephan, der Chefanlagestratege der Deutschen Bank, zu halten, wie jetzt auch in einem aktuellen Interview mit dem „Handelsblatt“ deutlich wird. In seiner Portfolio-Mischung kommen weder Tagesgelder noch Festgeldkonten vor. Stattdessen empfiehlt Stephan eine Mischung aus 60 Prozent Aktien, 30 Prozent Renten und einem 10 Prozent-Anteil, der aus Immobilien bestehen könnte.

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Nanu, mag sich da der eine oder die andere fragen. Das ist eine recht ungewöhnliche Mixtur. Und in keinem Anteil des Portfolios sind sichere Anlagearten enthalten. Denn selbst in dem Rentenanteil geht Ulrich Stephan aufs Ganze und plädiert hier sogar für Staatsanleihen aus Spanien und Italien. Hätte dies jemand erwartet für einen, der schließlich der Chefanlagestratege der größten Bank Deutschlands ist?

Die Angst der Deutschen vor der Aktie

Deutsche und Aktien, dies ist ein Thema, über das viele gar nicht gerne sprechen. Schon früher war die Scheu der Bundesbürger vor Aktien und Aktienanlagen groß, dann kam die „Volksaktie“ der Telekom und die Sparer, die auf dieses Wertpapier gesetzt hatten, verloren einen Teil ihres angelegten Geldes, als der Kurs der Aktie sank.

Dann kam der Neue Markt und viele Bundesbürger machten sich noch einmal Mut und investierten in Unternehmen, bei denen oft nicht einmal ganz klar war, was sie eigentlich wirklich machen – und dann kam nach einem Höhenflug der Zusammenbruch und die Blase Neuer Markt platzte.

Beides zusammengenommen hat eine alte Angst der Deutschen heraufbeschworen: noch einmal alles zu verlieren und dann mit Nichts neu anfangen zu müssen. Und seitdem ist sie wieder da, die Angst vor der Aktienanlage und die Scheu davor. Dabei haben die deutschen Aktien in den vergangenen Monaten zugelegt, und der deutsche Leitindex, der DAX, hat ein Allzeithoch nach dem anderen erreicht. Wer hier richtig angelegte hatte, der konnte eine richtig hohe Rendite erzielen und damit ein hübsches Sümmchen für seine Altersvorsorge zurücklegen.

Doch statt von den Gewinnen der letzten Monate zu profitieren, und damit deutlich mehr an Ertrag zu erzielen, als es mit Spareinlagen wie dem Sparbuch, dem Tagesgeld oder dem Festgeld möglich ist, wird wieder einmal gekniffen. Und sinken die Aktienkurse dann kurzzeitig, wie es gestern der Fall war aufgrund der Krise in der Ukraine, dann fühlt man sich eben darin bestätigt, dass man sein Geld nicht in Aktien angelegt hat.

Anleger in Deutschland müssen endlich mündig werden

Das Problem mit der falschen Geldanlage hierzulande stellt sich jedoch nicht nur aufgrund der vielen Verluste, die Anleger bei der Telekom-Aktie und den Aktien des Neuen Marktes hinnehmen mussten. Sondern auch aufgrund dessen, dass viele private Anleger sich gar nicht die Zeit nehmen sich selbst zu informieren und dann oftmals einfach den Finanzberater ihrer Bank machen lassen. Und mitunter kann das dann erst recht in die Hose gehen, wie die Verluste vieler deutscher Anleger gezeigt haben, die ihr Geld auf Zertifikate der US-Großbank Lehman Brothers gesetzt hatten.

Wichtig ist deshalb wohl vor allem eines: dass die deutschen Anleger endlich damit beginnen, mündig und damit auch zugleich selbst kleine Anlageexperten zu werden. Und sich nicht immer ständig auf Finanzberater verlassen oder auf das, was in der Zeitung oder irgendwelchen Zeitschriften steht. Geldanlage will und muss gut geplant werden, und dies kann man nun mal am besten, auch in Deutschland, wenn man sich hinsetzt und sich die Zeit nimmt, sich gründlich über verschiedene Anlagearten, deren Renditemöglichkeiten wie auch deren Risiken zu informieren!

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