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Geldanlage

Schweizer Bankgeheimnis bleibt und muss mit Quellensteuer teuer bezahlt werden

25. Oktober 2010 –

Die Schweizer Nummernkonten wurden geliebt, und von zahlreichen Steuerflüchtlingen aus aller Welt genutzt – doch der Widerstand der Länder, denen die rechtmäßige Steuer verwehrt wurde, wuchs stetig an. Nach langem Streit und gegenseitigen verbalen Attacken gab die Schweiz langsam nach und zeigte sich mehr und mehr kooperativ. Inzwischen wird klar: Das Schweizer Bankgeheimnis bleibt und muss mit Quellensteuer teuer bezahlt werden.

Wenn es nach den derzeitigen Plänen geht, wird es in Zukunft eine Steuer auf Kapitalanlagen aus dem Ausland geben, eine so genannte Quellensteuer. Diese soll dann, in anonymisierter Form, an die Finanzbehörden der jeweiligen Länder weitergeleitet werden. Damit wäre die Schweiz weiter doch noch irgendwie eine Art Steuerparadies und das Land der Nummernkonten, aber es wäre ein großes Entgegenkommen an die Staaten, die von der Steuerflucht in die Schweiz betroffen sind und Anleger bei der Geldanlage im Ausland mit Steuerspar- oder Steuervermeidungsstrategien ködern.

Bankkunden, die sich der Quellensteuer verweigern wollen, bleibt nur die Wahl zwischen Kontoauflösung oder die Weitergabe der Daten an den deutschen Fiskus, die dann von Seiten der Schweizer Bank erfolgen würde.
Es wird also eng für Steuersünder, die ihr Geld in der Schweiz bunkern möchten, und damit die Finanzbehörden in ihrem Herkunftsland um ihre rechtmäßigen Steuern bringen.

Um die 150 Milliarden Euro deutscher Sparer lagern auf Schweizer Konten. Viel aus dem Grund, an der Steuer vorbei Geld anlegen zu können. Dies hat immer wieder die Behörden in Deutschland aufgebracht – was dann auch zur öffentlichkeitswirksamen Razzia beim ehemaligen Postchef Zumwinkel führte. Dieser entging einer Freiheitsstrafe nur aus dem Grunde, dass eine Unterschrift bei der federführenden Staatsanwaltschaft einen Tag zu spät getätigt wurde. Warum dies so war, kann bis heute nicht gesagt werden. Ob dies genauer untersucht wurde, auch nicht. Vielleicht sticht eine Krähe der anderen eben ungern ein Auge aus.

Doch die Zeiten ändern sich, zumindest von Seiten der Schweiz aus. Langsam könnte es kalt werden für die Steuersünder, die ihr Scherflein in der Alpenrepublik anlegen wollen. Denn irgendwann geht es eben doch nicht mehr am deutschen Fiskus vorbei…

www.bankofscotland.de

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