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Vorsorge

Mit 60 in Rente?

30. März 2011 –

Gerade hat man die Rente mit 67 Jahren verarbeitet, will die FPD wieder eine Änderung vornehmen. Sie propagiert auf einen möglichen Renteneintritt mit 60 Jahren. Dieser Vorschlag setzt sich deutlich vom Vorschlag der Bundesbank ab, die das Renteneintrittsalter auf 69 Jahren erhöhen möchten. Zudem will der neue Regierungspartner alle Hinzuverdienstgrenzen streiche.

Aber nicht nur von den Linken, sondern auch von den Koalitionspartnern bekam die FDP eine harsche Abfuhr. CSU-Generalsekretär schimpfte am Wochenende über die FDP, dass diese in Wahrheit ein gigantisches Entlassungsprogramm auf Kosten der Steuerzahler plant. So sollen größere Konzerne ihre älteren Arbeitnehmer los werden können.  Das der Ruf von älteren Arbeitnehmern sowieso schon schlechter ist, kann man sehr gut im Beitrag „Umfrage – Was halten Arbeitgeber von älteren Arbeitnehmern“ nachlesen.

Auch für Rentenexperten fragen sich, für wen solch eine Idee denn erschwinglich wäre. Dieser Frage geht auch André Tautenhahn in seinem Blog-Beitrag zum FDP Vorschlag nach. Johann Walter, unabhängiger Rentenberater aus München, fragt sich ebenfalls, wie der Staat das entstehende Loch finanzieren möchte, wenn die Menschen mit 60 Jahren aufhören, sollen zu arbeiten. Zudem kommt noch, dass sich es die wenigstens Menschen leisten können, so zeitig mit dem Arbeiten aufzuhören. Die entstehenden Rentenabschläge wären dadurch viel zu hoch.

Solche Einbußen kann nur jemand verkraften, der mit 60 ein ausreichendes hohes Privatvermögen für das Alter gesammelt hat. Dies sagte der Rentenexperte. Auch wenn die geltenden Hinzuverdienstgrenzen wegfallen würden, so müsste sich jeder Frührentner eine Vollzeitbeschäftigung suchen, um über die Runden zu kommen und um die entstandene Lücke im finanziellen Bereich wieder zu schließen.

Im Moment gilt das Recht, dass Arbeitnehmer pro Monat den sie erreichen, bevor sie in den Ruhestand wechseln, auf 0,3 Prozent ihrer Rente verzichten. Dies aber nicht nur für kurze Zeit, sondern dauerhaft. Der Rentenexperte sagte, dass diese Abschläge ein Leben lang anhalten. Das Altersgeld steigt also nicht automatisch an, sobald der Rentner 67 Jahre alt ist. Zwar ist die Abschlaghöhe derzeit auf maximal 18 Prozent gesetzt aber man rechnet damit, dass diese bei Eintritt eines neuen Gesetzes stark fallen würde.

Ist man ab 1964 geboren, gilt von vornherein, dass man erst mit 67 die Arbeit an den Nagel hängen darf. Das würde bedeuten, dass bei einem Jobausstieg mit 60 Jahren ein Abschlag von 25,2 Prozent fällig wäre. Von der ohnehin kleinen Rente gehen dann meist noch einmal 10 Prozent an die Krankenversicherungen. Eine Rente von beispielsweise 1000 Euro Brutto auf 675 Euro monatlich schmelzen. Bei einer Rente von 600 Euro wären dann noch 400 Euro übrig.

Je nachdem, was der Rentner an zusätzlichen Einkünften besitzt, müsste er darauf noch Steuern zahlen. Besonders weil die FDP angekündigt hat den Hinzuverdienst streichen möchte, ist es für viele Bürger ein Anreiz, früher den Job zu quittieren. Denn um die persönlichen Einbußen auszugleichen, dürfte es nicht reichen, einen Minijob anzunehmen.

Allerdings gibt es zum Rentenausstieg noch ein paar Abweichungen. Kann man bereits mit beispielsweise 63 Jahren, 35 Versicherungsjahre vorweisen, kann man in die Rente gehen. Aber dennoch ist zu beachten, dass man pro Monat des früheren Ausstiegs auf 0,3 Prozent der Rente verzichten muss.

Eine Ausnahme gilt für Frauen, welche 1952 geboren sind. Haben sie eine Mindestversicherungszeit von 15 Jahren erfüllt und nach dem 40. Geburtstag noch mehr als 10 Pflichtbeiträge gezahlt, dürfen sie sich bereits mit 60 Jahren aus dem Berufsleben verabschieden und eine sogenannte Frauenrente beantragen. Weil die Damen aber regulär mit 65 Jahren den Dienst quittieren könnten, liegen hier die Abschläge bei 18 Prozent.

Besonders wichtig ist es sich vorher sehr gut zu informieren, um seine Rechte zu kennen, um unnötige Einbußen zu vermeiden. Ebenso wichtig ist allerdings die private Vorsorge – sei es über staatlich geförderte Produkte wie die Riester-Rente oder etwa einen Fondssparplan.
Zur Riester-Rente können sich interessierte Sparer nachfolgend ein unverbindliches und kostenloses Angebot erstellen lassen (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

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