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Vorsorge

Gesetzliche Krankenkassen mit Überschuss im 1. Quartal 2011

14. Juli 2011 –

Fast jede gesetzliche Krankenkasse jammert über zu wenig Geld und berechnet mehr oder minder hohe Zusatzbeiträge. Doch wie das Statistische Bundesamt heute mitteilen konnte, haben die Kassen gar nicht so viel Geld. Im Gegenteil, im ersten Quartal dieses Jahres kam es sogar zu einem Finanzierungsüberschuss.

Während sich die Ausgaben auf 44,6 Milliarden Euro beliefen, was Mehrkosten von 2,6 Prozent bedeutet, lagen die Einnahmen auf 45,6 Milliarden Euro – ein Mehr an Einnahmen von 5,0 Prozent. Damit kam es nach einem Finanzierungsdefizit im ersten Quartal 2010 ( – 0,1 Milliarden Euro) zu einem Finanzierungsüberschuss von 0,9 Milliarden Euro. Ob der Überschuss der Regierung einen Anstoß geben wird, die Krankenkassenbeiträge wieder leicht zu reduzieren, nachdem diese zum 1. Januar dieses Jahres gestiegen waren?

Erfreulich ist der wieder hergestellte Finanzierungsüberschuss allemal, zeigt sich dabei doch, dass der Aufschwung auch im Bereich der Sozialversicherung angekommen ist. Anders als bei der GKV sieht es jedoch bei der Gesetzlichen Pflegeversicherung aus. Hier stiegen die Ausgaben um 3,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, die Einnahmen jedoch nur um 1,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Dies führte dazu, dass sich das Defizit der Gesetzlichen Pflegeversicherung von 0,1 Milliarden Euro auf 0,2 Milliarden Euro erhöhte und eine private Pflegezusatzversicherung noch dringender anzuraten ist denn je.

Damit stieg das zuletzt reduzierte Finanzierungsdefizit der Pflegeversicherung wieder an. Hier droht dann wohl wirklich eines Tages eine Art Pflege-Riester, damit jeder privat Vorsorge betreibt für den Pflegefall, ob dies jedoch rechtlich machbar und umsetzbar ist, ist bislang noch nicht klar.

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