Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Vorsorge

Altersarmut droht immer mehr Menschen in Deutschland

24. August 2011 –

Jedem fünftem Arbeitnehmer in Deutschland droht die Altersarmut. Zu dieser Feststellung kommt der Chef der Linkspartei Klaus Ernst. Web-job-gesundheit.de berichtete darüber.

Nach den ihm vorliegenden Zahlen muss ein Arbeitnehmer, der fünfundvierzig Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, mindestens 1.667 Euro im Monat verdienen, um später nicht auf die Grundsicherung angewiesen zu sein. Diese Voraussetzung wird aber von circa zwanzig Prozent der Beschäftigten in Deutschland nicht erfüllt.

Die Folgen könnten für viele katastrophal sein. Besonders Frauen seinen von dieser Problematik betroffen, so money-insider.de. Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, sieht sich plötzlich im Alter auf der gleichen Stufe mit Menschen, die in ihrem Leben nie gearbeitet haben. Dies ist höchst ungerecht. Aus diesem Grund plädiert Linkspartei für eine Mindestrente, wie es sie auch in anderen europäischen Ländern gibt.

Ursachenforschung

Laut finanzzeug.de liegt der Grund für diese Entwicklung auch an der starken Lohnzurückhaltung in Deutschland und der starken Verbreitung der Zeitarbeit. Mit diesen Maßnahmen hat sich Deutschland an die Spitze der europäischen Wirtschaftsentwicklung gemausert.

Die deutschen Unternehmen fahren Rekordgewinne ein – und darüber freut sich der Staat, nachdem somit höhere Steuereinnahmen sprudeln. Doch die Rekordgewinne kommen nicht an der Basis an. Die deutschen Arbeitnehmer haben mit ihrem jahrelangen Lohnverzicht die deutsche Wirtschaft wieder konkurrenzfähig gemacht. Deutsche Arbeitnehmer sorgen dafür, dass Unternehmen nichts ins Ausland abwandern – und dies mit Erfolg.

Zwischenzeitlich ist die Produktion in Deutschland günstiger als in Polen und gleichzeitig qualitativer. Doch im Gegenzug müssen deutsche Arbeitnehmer Reallohnverluste hinnehmen und haben im Jahr 2011, in dem Deutschland die Lokomotive in Europa ist, nur magere 0,1%  an Kaufkraftsteigerung erfahren.

Sollte sich die Strategie nicht ändern, wird Deutschland auf Dauer seinen Platz an der europäischen Spitze nicht halten können. Bereits heute macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar, der insbesondere auf das niedrige Lohnniveau zurückzuführen ist. Die qualifizierten Kräfte wandern ab. Ein Aufschwung ohne Fachkräfte kann nicht dauerhaft sein, da diesem die entsprechende Innovation fehlt.

Ursachenbekämpfung

Die Regierung hat zwar das Problem erkannt, bekämpft dieses aber mit falschen Mitteln. Anstatt die eigenen Fachkräfte zu fördern und das Lohnniveau anzuheben, wirbt sie in Krisenländern Europas um qualifizierte Arbeitskräfte. Die Regierung lockert die Grenze zu den osteuropäischen Nachbarländern in der Erwartung, dass viele schlecht bezahlte Jobs in Deutschland mit Einwanderern besetzt werden können.

Diese Entwicklung ruiniert die europäische Gemeinschaft, da der Wohlstand durch permanentes Lohndumping gesenkt wirkt. Und das Thema Altersarmut wäre immer noch nicht gelöst, dazumal die Versorgunglücke aus der gesetzlichen Rentenversicherung ihren Teil dazu beiträgt, dass Rentner immer weniger Geld in der Tasche haben. Die Spekulation darauf, dass im Zuge der nachlassenden Konsumnachfrage die Preise fallen, wird nicht aufgehen: Wachsende Schwellenländer wie Indien und China werden die Preise stets nach oben treiben.

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC