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Vorsorge

Altersvorsorge abschließen – bevor sie zur Pflicht wird!

16. April 2012 –

Die Altersarmut bleibt ein wichtiges Thema hierzulande. Besonders Frauen wie auch Selbständige sind dabei im Fokus derer, die einen Ausbau der Privaten Altersvorsorge fordern. Denn: deutlich weniger Frauen als Männer haben eine zusätzliche Altersvorsorge, zudem arbeiten mehr Frauen als Männer im Niedriglohnbereich bzw. auf Teilzeitbasis. Dadurch baut sich im Laufe der Jahre eine Rentenlücke auf, welche am Ende im Rentenalter Richtung Grundsicherung führt.

Bei Selbständigen gibt es ein ähnliches Problem. Freiberufler und selbständig Tätige sind bislang nur in Ausnahmefällen verpflichtet, in die Gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Deshalb wird von politischer Seite aus nun ein Vorstoß gewagt: die Private Altersvorsorge für Selbständige soll zur "Pflichtveranstaltung" werden. Dies soll der Altersarmut und dem Rutschen in die Grundsicherung vorbeugen – eine Basisrente für Selbständige bis 30 Jahre würde dann statt auf freiwilliger Basis zur Pflicht eines selbständig Tätigen werden.

Das Bestreben sollte bereits jetzt aufhorchen lassen. Denn: wird die Private Altersvorsorge zur Pflicht für Selbständige, wird sich dies auch auf die Verträge auswirken. Schlechtere Konditionen bei Neuverträgen wären die wahrscheinliche Folge einer solchen Pflicht-Altersvorsorge. Rechtzeitig eine Altersvorsorge abzuschließen, bevor es zur Pflicht wird, wäre deshalb alleine aus diesem Grund empfehlenswert. Aber auch sonst ist es ratsam, gerade auch als Selbständiger und Freiberufler für das Rentenalter vorzusorgen. Die Gesetzliche Rente greift mangels Einzahlungen in den Rententopf bei vielen nicht mehr und ohne Rücklagen für den Ruhestand geht der Weg für viele direkt in die Grundsicherung.

Um selbst Vorsorge zu betreiben, können zwei Wege gewählt werden: der Abschluss einer Privaten Altersversorge, zum Beispiel die Rürup Rente – oder das freiwillige Einzahlen in die Gesetzliche Rentenversicherung. Letzteres kann teilweise, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so zu sein scheint, sogar lohnenswerter sein als der Abschluss einer privaten Basisrente, wie die Zeitschrift ÖKO-TEST kürzlich bei einer Untersuchung der Privaten Altersvorsorge für Selbständige feststellte.

Eine Antwort zu “Altersvorsorge abschließen – bevor sie zur Pflicht wird!”

  1. Reinhard Wilhelm sagt:

    Diese Gesetzesinitiative ist das unangenehme Resultat aus der persönlichen und / oder wirtschaftlichen Verknüpfung der politischen und versicherungswirtschaftlichen Branche. Erstere schustert der zweiten die Aufträge zu. Dahinter stehen eigene direkte persönliche und wirtschaftliche Interessen (Rürop, Riester, Bohl, pp.). Es bestehen zweifelhafte Beraterverträge und / oder Aufsichtsratsposten in den Konzernen. Ferner stehen mittelbare eigene Interessen dahinter, denn die Konzerne sind verpflichtet, das Geld mündelsicher anzulegen, das bedeutet u.a., dass das Geld in Staatsanleihen anzulegen ist. Dadurch wird das Versagen der Politik, die Verschuldenspolitik, kaschiert und letztlich auch bezahlt. Die Versicherungsbranche ist ein Vertriebsweltmeister, d.h. sie weiß, wie man Produkte ins gute Licht stellt. Das kommt mittelbar der Politikbranche entgegen. Unterm Strich zahlt der Bürger die Zeche für dieses eigentümliche Zusammenwirken. Ich nenne so etwas Korruption…




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