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Vorsorge

Bahr–Pflegeriester ein versicherungsmathematischer Super-GAU?

12. Juni 2012 –

Ein Pflegeriester, das vom Staat mit fünf Euro monatlich gefördert werden soll. Das ist der Wille von Bundesgesundheitsminister Bahr – und er hat damit tatsächlich Zustimmung gefunden. Doch der staatliche Zuschuss zu einer privaten Pflegeversicherung ist alles andere als kritikfrei, für den Vorstandsvorsitzenden des Bund der Versicherten ist das Ganze gar ein "versicherungsmathematischer Super-GAU".

Das Problem mit der Förderung für die Bahr-Pflegeriester ist damit auch gegeben: bislang weiß 1. wohl noch niemand so genau, wie solche staatlich gestützten Verträge überhaupt aussehen sollen. 2. Werden Verträge solche Art gerade durch die Ausgestaltung teurer als vergleichbare Angebote, die es schon auf dem freien Markt gibt, die jedoch nicht staatlich gefördert werden. 3. Die Verträge würden dann, so auch der BdV, teurer werden, weil jeder Mitglied werden kann in einer solchen Pflegezusatzversicherung und eben keine Gesundheitsprüfung stattfindet wie das normalerweise der Fall ist (siehe Ausführungen hier). Dies würde jedoch bedeuten, dass viele Gesunde lieber auf die 5 Euro an staatlichem Zuschuss verzichten und dann doch eine nicht geförderte private Versicherung wählen, weil diese schlichtweg günstiger ist.

Was bei der Riester Rente das Problem ist, der Kostenfaktor, dürfte aller Voraussicht nach auch bei Pflegeriester nicht viel anders laufen. "Angesichts der dilettantischen Planungen kann man nur zu dem vernichtenden Urteil kommen: Wenn Herr Bahr hier von Herrn Riester lernen will, lernt er nur verlieren.", erklärt Axel Kleinlein vom BdV weiter.

Pflegeriester könnte damit ein noch deutlicherer Schuss in den Ofen werden wie die Riester Rente, die in den Folgejahren nach der Einführung immer wieder verbessert werden musste – und je nach Vertragsgestaltung oftmals immer noch höhere Kosten aufwirft, als die staatliche Förderung (einen Überblick darüber finden Sie hier) dem Riester Renten Sparer einbringt. Pflegeriester wird damit, so die berechtigte Kritik vieler, nichts anderes sein als die „Stützung“ der Versicherungsindustrie auf Kosten der Steuerzahler. Und wieder einmal werden damit an sich gute Ideen ins Gegenteil verkehrt, wie es bei der Riester Rente schon der Fall war. Anstatt damals eine Private Rentenversicherung mit staatlicher Förderung für Selbständige zu schaffen, wie ursprünglich der Plan war, wurde es am Ende ein völlig anderes Konzept, das nichts mehr mit der guten und auch sehr wichtigen Idee zu tun hatte.

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