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Versicherung / Vorsorge

Pflegereform 2013 – Entlastung pflegender Angehöriger

04. Oktober 2012 –

Ab dem kommenden Jahr wird der Beitragssatz in der gesetzlichen Pflegeversicherung steigen, und zwar um 0,1 Prozentpunkte – von 1,95 auf 2,05 Prozent. Mit den Mehreinnahmen sollen mehr Leistungen vor allem für Demenzkranke finanziert werden. In Deutschland leben rund 1,2 Millionen Demente. Sofern ihnen eine eingeschränkte Alltagskompetenz attestiert wurde, sollen diese abhängig von der Pflegestufe monatlich mehr Geld bekommen. Auch für pflegende Angehörige soll die Reform mehr Entlastung bringen:

Durch die Reform wird Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen die Möglichkeit geboten, neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Hilfe auch eine „häusliche Betreuung“ vom Pflegedienst zu beanspruchen.

Fallen pflegende Angehörige aus, beispielsweise krankheitsbedingt, bezahlt die Pflegekasse bis zu vier Wochen eine Ersatzpflege. Ab kommendem Jahr wird sie zusätzlich die Hälfte des Pflegegeldes überweisen.

Rentenansprüche haben Pflegende derzeit nur, wenn sie sich wöchentlich mindestens 14 Stunden um eine Person kümmern. Zukünftig können die Pflegezeiten für mehrere Angehörige addiert werden.

Im Rahmen der Pflegereform ist auch die Förderung von Selbsthilfegruppen vorgesehen, in denen sich Angehörige über den Pflegealltag austauschen können.

Darüber hinaus will die Regierung die private Pflegevorsorge fördern. Wer neben der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Pflegetagegeldversicherung abschließt, um die Lücke zwischen Pflegekosten und Zahlungen der Pflegeversicherung zu schließen, erhält ab 2013 vom Staat 5 Euro pro Monat als Zuschuss.

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