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Handel

Mit der Kreditkarte im Internet bezahlen – Vorsicht bei fernöstlichen Ländern

09. September 2010 – admin

Eine Kreditkarte ist eine praktische Sache, das ist unumstritten. Wer eine Kreditkarte hat, der kann damit viel mehr Zahlungen vornehmen, als es mit einer normalen EC-Karte oder im Lastschriftverfahren möglich wäre – da Kreditkarten in der ganzen Welt akzeptiert werden. Deshalb kann man mit der Kreditkarte auch im Internet bezahlen, sollte aber zugleich auch Vorsicht walten lassen, vor allem bei Händlern aus fernöstlichen Ländern.

Kreditkarte 118 x78 ohne SchattenDenn Zahlungen mit der Kreditkarte sind, so praktisch sie auch sein mögen, manchmal doch ein zweischneidiges Schwert. Während ich eine Lastschrift problemlos zurückbuchen lassen kann, geht dies bei einer Kreditkarte nicht. Wird die bestellte und mit der Karte bezahlte Ware dann defekt angeliefert und der Verkäufer nimmt sie weder zurück noch erstattet den Kaufpreis, wird es schwierig für den Käufer, sein Geld zurückzubekommen.

Damit ist der Käufer manchmal sogar schlechter gestellt, als wenn ihm seine Karte abhanden kommt und er die Kreditkarte sperren lässt, denn dann beschränkt sich die Haftung in den meisten Fällen auf maximal 50 Euro.

Georg Bitter, Professor für Bankenrecht an der Universität Mannheim, arbeitet derzeit an einer Studie zum Thema Bezahlen im Internet via Lastschrift und Kreditkarte – und hat dabei festgestellt, dass der Käufer, der per Lastschrift bezahlt, besser gestellt ist als der Käufer, der mit der Kreditkarte bezahlt.

new_double_card_250x250.jpg“Doch die Rechtsfolgen beider Zahlungsarten sind komplett unterschiedlich, wenn die Ware defekt ist, dann kann der Käufer die Zahlung nur widerrufen, sofern er die Option Lastschrift angekreuzt hat. Bei einer Kreditkartenzahlung kann er das Geld nicht zurückbuchen lassen.”, machte Bitter deshalb in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ deutlich.

Dennoch sollte man den Teufel nicht an die Wand malen. Nicht jeder Händler im Internet stellt sich stur. Thomas Bradler, der Experte für Fernabsatzrecht bei der Verbraucherzentrale NRW, sagte angesichts der Studie von Georg Bitter zum „Focus“: „Wer nicht bei einem sensationell günstigen und zweifelhaften Online-Shop aus Fernost mit Kreditkarte einkauft, wird in der Regel kaum Probleme haben“.

Gekauft werden sollte sowieso nur in Trusted Shops, die zugleich auch mit Sicherheitssoftware arbeiten, die einen sicheren Zahlungsvorgang durchführen, egal bei welcher Art von Zahlungen. Dann hat man in der Regel auch mit Händlern zu tun, die ehrlich arbeiten und bei beschädigter Ware diese ersetzen oder auch ganz zurücknehmen.

Denn praktischer ist das Zahlen mit Kreditkarte im Internet für die meisten. Durch die hohe Anzahl an Akzeptanzstellen in aller Welt kann ich zum Beispiel im europäischen Ausland einfacher bestellen als es mit der SEPA-Lastschrift der Fall ist. Zudem dauert der Zahlungsvorgang meist nur wenige Sekunden.

Gekauft werden sollte jedoch nur bei Händlern, die keine Gebühren für die Zahlung mit Kreditkarte berechnen. Wenn dies der Fall ist, sollte entweder tatsächlich per Lastschriftverfahren gezahlt werden – oder womöglich gar nicht, je nachdem, wie seriös der Händler dann tatsächlich ist.

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