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Kapitalmarkt

Kommt die Zinswende bei den Leitzinsen erst im Herbst?

21. Februar 2011 –

Seit Mai 2009 ist der Leitzins im Keller. Mit 1,00 Prozent liegt er für die Euro Zone so niedrig wie nie zu, ein historisches Tief wurde erreicht – und seitdem wird auch daran festgehalten. Bereits im vergangenen Jahr war auf Sommer, spätestens Herbst eine Zinswende erwartet worden – sie blieb aus, und bleibt es wohl auch weiterhin.

Der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts, HWWI, geht mittlerweile gar von einer Erhöhung des Leitzinses erst im Herbst dieses Jahres aus. Er revidierte damit seine eigene Prognose, in der er bereits für den Sommer 2011 eine Erhöhung des Leitzinssatzes kommen sah, wie er aktuell in einem Interview mit dem Magazin “Focus” deutlich machte.

Vielen mag eine solche Aussage eher unwichtig erscheinen, viele Laien kennen das HWWI nicht und der Leitzins ist für die meisten eher nebensächlich. Dabei ist er es doch, der einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Zinsen für Kredite und für Tagesgelder und Festgeldkonten hat. Seine zeitliche Entwicklung können interessierte Anleger den Statistiken auf http://www.tagesgeld.info/lexikon/leitzins/ entnehmen.

Ist der Leitzins auf einem hohen Niveau, steigen die Zinsen für Kredite, aber im gleichen Atemzug dann auch die Tagesgeld Zinsen und die Zinsen für neue Festgeldverträge. Ist der Leitzins jedoch niedrig, dann suchen sich die Banken andere Möglichkeiten, um Geld aufzunehmen zur Finanzierung und benötigen es nicht, das “kleine Ersparte” , weshalb die Zinsen für Festgeld und Tagesgeldkonten in der Folge dann auch zum Teil recht drastisch fallen. Die Zinsen für Kredite hingegen gehen auch zurück,  jedoch nicht in dem Maße, wie die Zinsen für die genannten Geldanlagearten fallen. Der Verbraucher hat damit das Nachsehen, wenn der Leitzins niedrig ist, die Banken haben jedoch mehr Möglichkeiten der Refinanzierung.

Wenn der Leiter des HWWI, Thomas Straubhaar, nun davon ausgeht, dass der Leitzins frühestens auf Herbst dieses Jahres steigen könnte, dann ist dies zwar für Kreditnehmer keine schlechte Nachricht, für Sparer hingegen ein bitteres Brot. Sollte sich seine Prognose bewahrheiten, wird es weiterhin niedrige Sparzinsen geben, die Teuerungsrate steigt jedoch weiterhin ungebremst – und wird durch die Unruhen in den arabischen Ländern eher noch verstärkt.

Es bleibt damit weiter abzuwarten, wann die Europäische Zentralbank die Zinswende endlich schafft und sich von der Niedrigzins-Politik verabschiedet.

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