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Kapitalmarkt

Facebook bald an der Börse?

15. August 2011 –

Das erfolgreichste Netzwerk für Kommunikation – Facebook – könnte Anfang 2012 seine Aktien an der Börse platzieren. Die Nachricht an sich ist nicht neu. Bereits vor einem Jahr wurde über einen möglichen Börsengang des Unternehmens spekuliert. Doch der Firmenchef Marc Zuckerberg, der gleichzeitig der Gründer des Unternehmens ist, hat bisher alle Gerüchte dementiert.

Der amerikanische Sender CNBS berichtete nun jedoch unter Berufung auf sehr vertraute Personenkreise, dass der Gedanke der Aktienplatzierung an der Börse immer konkretere Züge annimmt. Atemberaubend ist auch der geschätzte Wert des Unternehmens: Mit ca. 100 Milliarde Dollar wäre Facebook eines der größten Unternehmen im Hinblick auf die Marktkapitalisierung. Außerdem hat bisher niemand mit solchen Dimensionen bei Facebook gerechnet. "Lächerlich" und "maßlos übertrieben", schreibt tageskolumne.de. Der bisherige Schätzwert lag bei "nur" 65 Milliarden Dollar.

Gründe für den Gang an die Börse

Doch warum sollte Facebook nun doch an die Börse gehen? Noch Anfang 2011 hat Zuckerberg frische Investorengelder anlocken können. Die Finanzierung der eigenen Geschäfte stellte bei der Investorenbereitschaft kein Problem dar. Die Gründerjahre, in denen Zuckerberg beim Geld für Existenzgründer fast um jeden Dollar betteln musste, sind schon längst passé.

Die Antwort könnte auf der Hand liegen: Noch in diesem Jahr könnte Facebook über 500 Anteilseigner haben. Nach der amerikanischen Rechtsprechung müssten die Quartalszahlen veröffentlich werden. Doch wenn schon die Zahlen offengelegt werden, dann könnten auch die Vorteile einer börsennotierten Aktienplatzierung mitgenommen werden. So lautet im Regelfall die logische Gedankenkette der amerikanischen Unternehmen, die einen Börsengang antreten.

Es bleibt allerdings offen wann genau der Börsengang erfolgen soll. Den Gerüchten zufolge könnte der Antrag auf Zulassung noch Ende 2011 gestellt werden. Der Börsengang wäre dann im ersten Quartal 2012, wie derwesten berichtet. Doch wie viele Anteile tatsächlich platziert werden, kann niemand genau beantworten. Auch der Ausgabepreis muss erst bestimmt werden.

Die Aussichten

Dass das Vorhaben erfolgsversprechend ist, beweist der Börsengang der Online-Plattform LinkedIn. "Börsendebüt mit Kursfeuerwerk", schreibt netzlese in Ihrem Blog. Die Investoren rissen sich buchstäblich die Aktie gegenseitig aus den Händen. Der Kurs des Papiers stieg innerhalb eines Tages von ca. 83 auf 109 Dollar. Dies war der erfolgreichste Börsengang seit Google. Damit wäre Facebook in guter Gesellschaft.

Doch auch kritische Stimmen melden sich zu Wort: So wird beispielsweise befürchtet, dass es zu einer neuen Internetblase kommen könnte. Manche Experten halten Facebook für überbewertet. Außerdem ist das wirtschaftliche Umfeld für einen Börsengang nicht optimal. Die Schuldenkrise in den USA und die Angst vor einem erneuten Konjunktureinbruch hat die amerikanische Börse derzeit fest im Griff.

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