Der Rat der Europäischen Zentralbank hat wieder getagt – und entschieden: Der Leitzins für die Euro Zone wird weiter auf 1,00 Prozent bleiben. Das bedeutet für Kreditnehmer: Wenn sie Glück haben, werden die Kreditzinsen weiter auf einem guten Niveau bleiben, zumindest in den nächsten Monaten – was auch ein aktueller Kreditvergleich wie etwa auf http://www.sofortkredite.net/kreditrechner.html zeigt.
Das bedeutet aber auch für Sparer: Die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld werden nicht steigen, ein weiterer Sinkflug erscheint möglich, zumindest aber das Verharren auf dem derzeit niedrigen Niveau (das aktuelle Zinsniveau ausgewählter Tagesgeldkonten können interessierte Leser dem Rechner auf http://www.tagesgeld-vergleich.net/tagesgeldrechner.html entnehmen).
Die Entscheidung über den Leitzins wurde überschattet von viel Kritik. Die Europäische Zentralbank folgt nicht mehr den Zielen, auf die sie einstmals gebaut wurde: Das Vermeiden von Inflation, und das in der ganzen Euro Zone. Nun aber werden immer mehr Kritiker laut, die den Untergang der Ziele der EZB nun gekommen sehen. Das „Handelsblatt“ titelt heute inzwischen gar: „Der Todeskuss von Frankfurt“ und verkündet, dass die Deutsche Bundesbank gestern endgültig gestorben sei – zumindest ihre alten Ideale, die in der EZB verwirklicht werden sollten.
Dennoch ergab die Ratssitzung auch positive Signale. Die Europäische Zentralbank und ihr Präsident, Jean-Claude Trichet, sehen keine Staatspleite Griechenlands im Raum stehen. Nach Einbrüchen beim Euro und auf den europäischen Aktienmärkten, weil die nackte Angst vor einem Zusammenbruchs Griechenland und damit in der Folge eine Inflation in ganz Europa, umging.
In der Folge der momentanen Beruhigung gewann sowohl der Euro an Wert als auch der deutsche Leitindex wieder ins Plus schoss. Dennoch ist das „Problem Griechenland“ noch nicht ausgestanden. Die Staatsanleihen könnten dem Land immer noch das finanzielle Genick brechen. Denn sie müssen früher oder später zurückgezahlt werden.
Und wenn Griechenland dann nicht die Kurve bekommt, wird es schwer für die Euro Zone, die Kurve zu bekommen. Vielleicht aber kommt rechtzeitig die Rettung vom Internationalen Währungsfonds und durch bilaterale Kredite aus Europa. Die Zukunft wird es zeigen. Vorerst ist nur eines gewiss: Der Leitzins bleibt, wo er ist, auf einem historischen Tief. Und heute ist ein guter Tag für den Euro und die Börse.

