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Kapitalmarkt

Facebook will an die Börse – Wie viel ist das Social Media Unternehmen wirklich wert?

29. November 2011 –

Aktienanlagen sind durchaus eine lohnenswerte Sache, wenn man in die richtigen Wertpapiere besitzt. So manches Unternehmen ist jedoch eher eine Blase, wie der Zusammenbruch des Neuen Marktes  im Jahr 2003. Einige Jahre zuvor waren zahlreiche Internetunternehmen an die Börse gegangen, der Neue Markt boomte – und irgendwann platzte die Blase und zahlreiche Anleger verloren eine Menge Geld. Seit einiger Zeit gehen neue Internetunternehmen an die Börse, was auch von Experten mit zwiespältigen Gefühlen betrachtet wurde.

Eines davon ist Groupon, das trotz Zweifel am Geschäftskonzept Aktien auf den Markt brachte – nun könnte bald Facebook folgen. Doch wie viel Wert ist das Social Media Unternehmen wirklich? Laut verschiedener Medienmeldungen soll das Internetunternehmen im kommenden April in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, mit einer Bewertung von sagenhaften 100 Milliarden US Dollar. Beim Börsengang selbst sollen zehn Milliarden US Dollar eingenommen werden, eine satte Summe für ein Unternehmen, das nur wenig Anlagevermögen hat.

Mittlerweile gibt es auf Facebook um die 800 Millionen Nutzer, in etwa 550 Millionen Mitglieder mehr als noch vor gut zwei Jahren – ob sie jedoch wirklich Geld wert sind, bleibt weiter die große Frage. Umgerechnet auf die 100 Milliarden US Dollar wäre dann jeder Nutzer 125 US Dollar wert. Eine recht illusorische Rechnung, die Anleger erst mal sacken lassen sollten, bevor sie auf Aktien des Unternehmens setzen. Zudem ist nicht jeder der Facebook-Nutzer auch wirklich auf Facebook aktiv, es gibt, wie überall im Internet, genug Karteileichen, die auch bei der noch so tollsten Werbung keinen einzigen Pfifferling wert sind.

Dennoch wird Facebook möglicherweise als eines der höchstdotierten Unternehmen an die Börse gehen. Für Aktionäre, die das Risiko lieben, möglicherweise genau das richtige „Spielzeug“, andere sollten hingegen lieber in Unternehmen investieren, die ein tatsächliches Vermögen mit Sachanlagen gebildet haben, die auch bei einer Pleite immer noch einen gewissen Wert haben – beispielsweise in Form von Immobilien und Maschinen. Ein Unternehmen, das nahezu nur auf dem Papier vorhanden ist, bildet hingegen nicht unbedingt die Grundlage für eine zukunftsträchtige Anlage – es sei denn, man wettet auf den Untergang…

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