Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat am frühen Abend des 27. April 2010 die Kreditwürdigkeit Portugals von A+ um zwei Stufen auf A- heruntergestuft. Neben den sehr schlechten Konjunkturaussichten spielt auch die große Schuldenlast des Landes eine Rolle. Aber noch schlimmer kam es für die Griechen. Für Griechenland senkte die Ratingagentur Standards & Poor´s das Rating sogar um drei Noten auf BB+/B. Das Ratingergebnis, dass sich jetzt auf Ramschniveau befindet, schlug sich sofort auf den Anleihemärkte nieder und ließ die einheimischen Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit auf eine Rendite von 17 Prozent hochschnellen. Die Herabstufung der beiden Südländer brachte eine deutliche Unruhe an den Finanzmärkten mit sich. Niemand kann abschätzen, ob sich die anderen EURO-Länder vor einem Übergreifen der Probleme, mit denen Griechenland jetzt zu kämpfen hat, schützen können. Da Griechenland über die internationalen Finanzmärkte keine liquiden Mittel mehr erhält, können nur noch die in Aussicht gestellten Nothilfen der EURO-Länder und des Internationalen Währungsfonds (IWF) helfen. Die Hilfen für Griechenland, die sich auf 45 Milliarden Euro belaufen sollen, setzen sich aus 15 Milliarden Euro vom IWF sowie aus 30 Milliarden Euro von den EURO-Ländern zusammen. Deutschland wäre mit einem Anteil von 8,4 Milliarden Euro dabei.

