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Geldanlage / Kapitalmarkt

Anlageverhalten: Die Deutschen sparen anders als früher

20. Juni 2012 –

Hat das Sparbuch ausgedient? Ist die Lebensversicherung auf dem Rückmarsch? Die sind nur zwei der vielen Fragen, die sich aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von pro aurum ergeben. Auf der einen Seite wurde in der Umfrage untersucht, welche langfristige Geldanlage ab drei Jahren von der Befragten für wirklich sinnvoll gehalten wird. Auf der anderen Seite gibt es darum, welche Anlagearten die Probanden wirklich haben.

Und hierbei ergab sich ein interessantes Bild: bei der letzten Erhebung im Juli 2011 hatten noch 40 Prozent der Befragten eine Lebensversicherung. Bei der aktuellen Umfrage im Juni dieses Jahres sank der Anteil auf nur noch 38 Prozent. Dies ist zwar immer noch recht viel, aber dennoch binnen eines Jahres ein Rückmarsch von zwei Prozent – was die derzeitige Lage der Lebensversicherer auch widerspiegelt. Die Rendite sank in den vergangenen Jahren stetig, und Kapitallebensversicherungen werden immer mehr zu uninteressanten Anlageart.

Einen Bausparvertrag halten hingegen auch weiterhin 33 Prozent. Einen Rückgang gab es erstaunlicherweise bei den Immobilien. Während im Juli letzten Jahres noch 30 Prozent mindestens eine Immobilie besaßen, waren es im Juni 2012 nur noch 29 Prozent. Dies ist ein interessanter Gegenpunkt zur gegenwärtigen Situation im Bereich der Baudarlehen. Niedrige Zinsen „fördern“ derzeit noch mehr den Bau und den Kauf von Immobilien. Der Rückgang könnte deshalb auch durch den langsam aber sicher leergefegten Immobilienmarkt begründet sein.

Und auch beim Tagesgeld gab es einen Rückgang, von 33 Prozent auf nur noch 29 Prozent. Dies liegt wahrscheinlich begründet in dem derzeitigen Abfall der Zinsen für diesen Anlagebereich. Gleiches gilt für Festgeld / Termingeld, hier war der Rückgang jedoch etwas moderater von 21 Prozent auf 20 Prozent. Einen Anstieg hingegen gab es bei den Edelmetallen. Gold und Silber wird trotz Preisrückgängen immer interessanter für Anleger. Von acht Prozent ging es hier insgesamt hoch auf 11 Prozent. Interessant auch die Angabe von 24 Prozent der Befragten: im Juli 2011 besaßen 21 Prozent keine der in der Umfrage angegebenen Anlagearten (es fehlen beispielsweise das Sparbuch und Bundesschatzbriefe), auf Juni 2012 stieg diese Zahl gar auf 24 Prozent.

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