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Kapitalmarkt

Yen wird zum Verlierer der Olympia-Vergabe an Tokio

09. September 2013 –

An diesem Wochenende wurde entschieden, an welche Stadt die Olympischen Spiele 2020 vergeben werden. In der ersten Runde der finalen Entscheidung fiel Madrid aus dem Rennen und nur noch Tokio und Istanbul blieben übrig. Am Ende machte Tokio das Rennen und setzte sich gegen die Stadt auf zwei Kontinenten durch. Danach war die Frage offen: in wie weit würde Japan als Land wirtschaftlich durch die Olympia-Vergabe profitieren können? Und die Antwort kam heute zum Wochenstart auf dem Fuße: der Yen wird zum Verlierer der Vergabe der Olympischen Spiele.
Während der Nikkei mit 2,48 Prozent mächtig Fahrt hinlegte und mit einem Plus von 344,42 Punkten auf derzeit 14.205,23 Punkte gestiegen ist, hat die japanische Währung Yen Einbußen hinnehmen müssen gegenüber dem US Dollar. Nachdem der Yen die vergangene Handelswoche mit einem Preis von 99,10 Yen je einen Dollar beendet hatte, stieg der Dollar gegenüber dem Yen heute zum Handelsbeginn sogar bis zu 100,10 Yen je Dollar.
Damit zeigt sich, dass die Währung Japans momentan nicht von der Olympia-Vergabe an Tokio profitieren kann – aber dafür der japanische Leitindex im Zuge der Vergabe deutlich ansteigt. Die Investoren sehen damit wohl gute Möglichkeiten, in die Wertpapiere eines Landes zu investieren, dass vor einem solch wichtigen, als fast überall in der Welt sehr wichtigen angesehenen Ereignis steht.
Das Nachsehen hat nun natürlich die Türkei, die mit Istanbul wohl ursprünglich die besten Ausgangschancen für die Vergabe der Spiele in 2020 gehabt hätte. Doch die unklare Lage nach der blutigen Zerschlagung von Protesten durch Regierungschef Erdogan und die damit möglicherweise einhergehende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Landes dürfte die Entscheider dann gegen Istanbul und damit dann für Tokio stimmen gelassen haben. Noch schneller war Madrid aus dem Rennen, hier hätte sich jedoch die Frage gestellt, wie Spanien die hohen Kosten für Olympische Spiele hätte stemmen wollen angesichts der wirtschaftlich mehr als prekären Lage des Landes.

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