Die Immobilienkrise in den USA war einer der Hauptgründe für den Ausbruch der Finanzkrise. Zu viele faule Kredite hatten die US-Banken in ihren Büchern stehen, Kredite an Geringverdiener und an viele Kreditnehmer, die nach einem starken Anziehen der Hypothekenzinsen in den USA nicht mehr in der Lage waren, ihre Kreditgeber zu bedienen und ihre Kredite zu tilgen. Hierzulande ist ein solcher Anstieg übrigens nicht zu verzeichnen – ganz im Gegenteil bewegen wir uns in der Nähe historischer Tiefstzinsen wie auch der Vergleich auf http://www.immobilienfinanzierung.net/vergleiche/immobilienfinanzierungen/ zeigt.
Nach und nach wurden die faulen Kredite abgeschrieben, in der ganzen Welt wurden Banken gerettet, die dem Untergang geweiht waren. Andere Banken, wie die US-Investmentbank Lehman Brothers, mussten in die Pleite gehen.
In den Augen vielerschien die Finanzkrise ausgestanden zu sein, die globale Wirtschaft zog langsam wieder an, die Konjunktur fing in Deutschland wieder an zu boomen, auch in Japan und China machte sich die Wirtschaft auf zu einem guten Aufschwung. Dieser könnte nun jedoch hart gebremst werden, denn: die Anzeichen, dass eine zweite Immobilienkrise auf uns zurollt, werden immer deutlicher.
Bis zu drei Millionen Zwangsversteigerungen werden für dieses Jahr prognostiziert in den USA. Die Arbeitslosigkeit ist nicht in den Griff zu bekommen, die Konjunkturhilfen von inzwischen weit über einer Billion US Dollar greifen nicht so, wie sie es sollten. Immer noch verlieren Menschen aufgrund der Wirtschaftskrise in den USA ihre Arbeit, neue Arbeitsplätze werden aktuell jedoch weniger geschaffen, als vor Monaten noch angesichts guter Zahlen vermutet werden konnte.
Da es in den USA verhältnismäßig mehr Eigenheime gibt als bei uns, ist die Immobilienwirtschaft dort auch ein wichtiger Faktor für die Volkswirtschaft der USA. Gelder, die in Eigenheime gesteckt werden und die Dienstleistungen, die rund um diese Investitionen vorgenommen werden, machen etwa 15 Prozent des gesamten BIP, des Bruttoinlandsproduktes, der USA aus. Geht es dem Häusermarkt schlecht, geht es der Wirtschaft schlecht, könnte man deshalb in einem Satz die prekäre Lage der USA auf einen Nenner bringen.
Grund für die Problematik ist vor allem eines: Die Mentalität der US-Amerikaner, ihr Leben durch Pump zu finanzieren. Fallen dann die Einkommen weg, brechen auch die Rückzahlungen der Kredite weg, sobald die Kreditzinsen angezogen werden. Anstatt hier die deutliche Bremse zu ziehen, wurden in die Konjunkturhilfen sogar Erleichterungen für die Vergabe und Aufnahme von Krediten eingebaut – eine Falle, welche die Situation in den USA noch erheblich verschlimmert hat.
Die wirtschaftliche Situation hat wiederum Auswirkungen auf die Finanzmärkte, durch das Wegfallen von Kredittilgungen, welche die Banken in den USA weiter stark belasten, und auf die Börsenkurse. All das kommt auch bei uns an, wie der starke Rückgang des DAX in den vergangenen Tagen zeigt. Aber auch die deutschen Banken werden wieder zittern müssen, da noch so einige von ihnen so genannte faule Kredite in ihren Büchern stehen haben. Und je mehr Zahlungsausfälle es bei den Hypothekendarlehen gibt in den USA, desto mehr Kreditausfälle gibt es auch hier.
Die Finanzkrise ist noch lange nicht ausgestanden, sie könnte, wenn eine neue Immobilienkrise zu uns rüber schwappt, in Wirklichkeit erst richtig beginnen.

