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Kapitalmarkt

EZB verbleibt bei verwässerter Finanzmarktunterstützung

03. September 2010 –

Die monatliche Ratssitzung der EZB ging gestern fast unter angesichts der Debatte um das Bundesbank Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin. Ebenso unter ging deshalb auch eine wichtige Entscheidung: Der Leitzins bleibt auch weiter bei 1,00 Prozent.

Viele mögen jetzt die Schulter zucken und sagen: Was geht mich eine Entscheidung der Europäischen Zentralbank an, mit Europa habe ich sowieso nicht viel am Hut. Doch wer so denkt, denkt falsch. Denn die Entscheidungen, welche die EZB trifft, sind maßgeblich auch für den Zahlungsverkehr und die Finanzmärkte in unserem Land.

Vor allem der Leitzins ist dabei wichtig – für Privatverbraucher wie für Unternehmen. Hart trifft die Entscheidung der EZB jedoch die Sparer. Seit der Senkung des Leitzinses ist das Zinsniveau im Bereich bestimmter Geldanlagen teilweise fast ins Bodenlose gesunken. Inzwischen gibt es zahlreiche Angebote für Tagesgeldkonten und Festgeldanlage, bei denen die Zinsen sogar unter einem Prozent liegen.

www.bankofscotland.deDamit lohnen sich diese Geldanlagearten jedoch kaum noch, zumindest dann nicht, wenn sie so niedrig verzinst sind. Es gibt jedoch auch zwischen den vielen Niedrigzins-Angeboten einige gute Tagesgeldangebote wie zum Beispiel das Tagesgeld der Bank of Scotland.

Mit derzeit 2,20 Prozent Zinsen und einem Startguthaben von 30 Euro für Neukunden (bei Kontoeröffnung bis spätestens 30. September 2010) setzt die britische Bank starke Akzente im Bereich der Tagesgeldanlagen. Abgesichert sind die Einlagen bei der Bank of Scotland bis zur Höhe von 50.000 Pfund je Kunde. Zudem bietet dieses Tagesgeld einen weiteren Vorteil: Es gibt keine Mindesteinlage – auch nicht für die Startgutschrift. Ein Tagesgeld eben, bei dem es kein Kleingedrucktes gibt.

Wann der Leitzins jedoch wieder erhöht werden wird, und es damit wohl auch wieder zu einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus im Bereich der Festgeldanlagen und Tagesgeldkonten kommen wird, steht wohl in den Sternen. Finanzmarkt-Experten hatten vor Monaten die Vermutung ausgesprochen, dass dies im Sommer, spätestens im Herbst der Fall sein würde. Nun rennt die Zeit jedoch, der Winter steht schon bald vor der Tür – und von einer Erhöhung des Leitzinses ist weit und breit keine Spur.

Inzwischen gehen einige Experten sogar davon aus, dass eine Leitzinserhöhung erst im ersten Quartal 2011 zu erwarten ist. Die Europäische Zentralbank verschläft damit wieder einmal die Anpassung des Leitzinses an die tatsächlichen Verhältnisse auf den Finanzmärkten – wie dies bereits bei Ausbruch der Finanzkrise der Fall war. Dort erhöhte die EZB den Leitzins sogar noch und wirkte damit kontraproduktiv ein auf die Finanzmärkte in einer Zeit, in der ein

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