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Bankerboni und die Steuern – Irland macht in der Krise Dampf

10. Dezember 2010 –

Irland steht vor dem Schuldenabgrund. Schuld sind, anders als bei Griechenland, jedoch nicht die Staatsschulden sondern die überschuldeten Bürger des Landes, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Kredite mit Raten zu bedienen. Um wieder einen Weg aus der Krise zu finden, müssen neue Wege gefunden werden. Einen davon hat der irische Finanzminister auf den Tisch geworden: 90 Prozent Steuern auf Bonuszahlungen soll es in Zukunft für die Banker in Irland heißen. Ein Aufschrei geht durch die Bankenwelt, doch möglicherweise ist Irland damit auf dem richtigen Weg.

www.bankofscotland.deImmer noch geben viele den Banken die Schuld am Ausbruch der Finanzkrise. Massenweise wurden so genannte Subprimes, Kredite an Geringverdiener, herausgeschleudert – und erst die Immobilienkrise, als diese Menschen nicht mehr in der Lage waren, aufgrund massiv gestiegener Kreditraten ihre Darlehen abzuzahlen, kam das Erwachen.

Viele Banker hat dies jedoch nicht wirklich interessiert, sie kassierten ihre Boni, als wäre es nur ein kleines Taschengeld und machten oftmals munter weiter. Eine hohe Besteuerung der Boni würde den Leuten, welche gerade kleine Sparer und Kreditnehmer in den Abgrund reißen, ein ebensolches Loch in den Geldbeutel hauen. Das Verschleudern von undurchsichtigen Geldanlagen und Krediten an eigentlich nicht wirklich Kreditwürdige würde dann sehr viel weniger einbringen als bisher.

In Deutschland hingegen besteht die Gefahr von Subprimes eher selten, hier tritt mittlerweile ein ganz anderes Problem auf, das die Geldbeutel der Menschen belastet. Während es früher an der Tagesordnung war, für eine Immobilienfinanzierung einen hohen Anteil an Eigenkapital von mindestens 30 Prozent zu verlangen, haben sich die Zeiten geändert.

Ohne Rücksicht auf Verluste werden inzwischen hohe Kredite für den Immobilienkauf an Kreditnehmer vergeben, die ein normales Einkommen haben, keine Sicherheiten vorweisen können und auch kein Eigenkapital mitbringen.

Nachdem vermehrt der Anlegerschutz ins Visier der Bankenaufsicht geraten ist, machen die Geldinstitute dann eben mit solchen Geschäften ihren Provisions- und damit auch Bonusreibach.

Was aus den Menschen selbst wird, fragt jedoch niemand, ob sie irgendwann noch in der Lage sind, ihre Raten zu bezahlen, interessiert niemanden, Hauptsache ist, die Bonuszahlung am Anfang des kommenden Jahres stimmt.

Da wird es Zeit, an den Boni nicht nur in Sachen Höhe zu deckeln, sondern auch entsprechend Steuern zu verlangen, damit der Wildwuchs eingedämmt wird und Bankkunden endlich wieder Kunden werden und nicht nur als Melkkühe behandelt werden, wie es mittlerweile der Fall ist.

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