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Amerikas Schuld an der Finanzkrise – US-Kommission erstellt vernichtenden Bericht über die Ursachen

27. Januar 2011 –

Er hatte eine Kommission eingesetzt, um die Gründe für die große Krise zu finden, welche die Welt in die größte Rezession der ganzen Nachkriegszeit brachte. Die Antwort ist deshalb umso bitterer für ihn, den US-Präsidenten, denn sein Land trägt nun auch amtlich die Hauptschuld an dem Ausbruch der Finanzkrise.

“Das große Versagen der amerikanischen Notenbank” titelt das “Handelsblatt” deshalb auch heute und zeigt damit, wie tief die Krise in den USA verwurzelt war, um dann in der ganzen Welt Geld regelrecht aufzufressen und unzählige Unternehmen und Existenzen zu vernichten.

Wegsehen und falsche Taten, so kann wohl benannt werden, was in den USA geschah, und weshalb es zu diesem massiven Ausbrechen einer Krise kam, die ihres gleichen in der Nachkriegszeit sucht. Nicht nur ein Land war von einer Rezession betroffen, sie überzog die ganze Welt in einem Tempo, das atemraubender nicht hätte sein können.

Nun müssen sie weggekehrt werden, die Scherben, die zuhauf noch herumliegen. Immer noch ist nicht klar, wie viele faule Kredite tatsächlich noch in den Büchern der Banken in der ganzen Welt lagern. Man schweigt, und macht deshalb einen EU-Bankenstresstest, der so lasch war, dass das Ergebnis letztlich nicht wirklich etwas aussagt über den tatsächlichen Zustand der getesteten Banken.

576 Seiten lang ist der Bericht, den die Kommission nun zusammengestellt hat. Darin wird vor allem auch der immer noch amtierende, jedoch sehr umstrittene Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, ins Gericht genommen. Viel lasch wurde wohl gehandelt, und Banken hatten weitaus mehr fiktives Eigenkapital als tatsächliches Kapital in der Hand, das sie als Kredite vergeben konnten.

“Die Finanzkapitäne und die öffentlichen Aufseher unseres Finanzsystems haben Warnungen ignoriert und es versäumt, Risiken zu hinterfragen, zu verstehen und zu beherrschen”, wird der Abschlussbericht in der renommierten “New York Times” zitiert.

Die Wahrheit kommt nun auf den Tisch, und es wird Zeit dafür. Bereits Monate vor dem Ausbruch der großen Krise gab es deutliche Warnungen, auch von Experten. Interessiert haben sie weder die Aufseher noch die großen Ratingagenturen, welche die US-Großbank Lehman Brothers noch kurz vor deren Pleite äußerst positiv bewertete und keine Finanzprobleme bei der Investmentbank sahen.

Nun wird aufgearbeitet werden müssen. Und vielleicht Ben Bernanke, der nicht erst seit dem Einsetzen der Kommission zur Aufklärung der Ursachen der Finanzkrise eine sehr umstrittene Figur war. Nie wurde ein Chef der US-Notenbank mit einem so schlechten Stimmenergebnis wiedergewählt, wie es bei Bernanke der Fall war. Und trotz aller Bedenken von Experten hatte auch der neue US-Präsident Barack Obama ihn wieder eingesetzt, nachdem er bereits unter Präsident Bush heftig umstritten war.

Obama machte die alten Fehler weiter, die er eigentlich laut einem großspurigen Wahlkampf abgewendet wissen wollte. Die Folge ist deutlich: Die USA liegen immer noch am Boden hinsichtlich einer nie da gewesenen Neuverschuldung und übertreffen dieses Jahr damit sogar noch das Krisenjahr 2009. Und wirtschaftlich geht es längst nicht mehr bergauf, trotz Konjunkturhilfen und staatlicher Unterstützung für Banken und Versicherungen in Billionenhöhe.

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