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Finanzprodukte und Beschwerden: kommt bald ein neues Verbraucherportal?

25. Juli 2011 –

Mit viel Kritik behaftet ging kürzlich Lebensmittelklarheit.de an den Start. Damit sollen Verbraucher die Möglichkeit haben, zu melden, wenn sie sich von einem Lebensmittel und / oder Hersteller getäuscht sehen – Verbraucherschützer übernehmen dann die Überprüfung und haken dann genauer nach. Nun hat der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes eine neue Idee: ein Verbraucherportal für Finanzprodukte.

Im "Spiegel" sagte Gerd Billen vom vzbv: "Der Finanzmarkt ist ein Bereich mit großem Handlungsbedarf, da muss auf unfaire Praktiken reagiert werden". Dies könne durchaus zu einem weiteren Portal für Verbraucher führen.

Ob die Banken und Finanzdienstleister dann ebenso Sturm laufen werden wie die Lebensmittelhersteller, als bekannt wurde, dass Lebensmittelklarheit.de kommen würde? Es ist zu vermuten, denn selbst die Pflicht zum Beratungsprotokoll für Finanzprodukte scheint nicht wirklich zu fruchten. Ein Portal für Finanzprodukte, Beschwerden und Nachfragen könnte den ganzen deutschen Markt aufwirbeln – und auch die Banken und Sparkassen zum Handeln zwingen.

Noch aber ist dies erst ein Gedanke. Es ist jedoch zu vermuten, sollten sich vermehrt Fehler in den inzwischen ebenfalls zur Pflicht gewordenen Beipackzetteln für Finanzprodukte einstellen, dass der Verbraucherzentrale Bundesverband und Verbraucherministerin Ilse Aigner dann entsprechend durchgreifen – und ein solches Internetportal tatsächlich an den Start bringen.

Zukunft hätte ein solches Verbraucherportal hinsichtlich Finanzprodukte mit Sicherheit. Viel zu viele Anleger haben in den vergangenen Jahren ihr Geld verloren, weil sie ihre Ersparnisse in Anlageprodukte gesteckt hatten, die sich letztlich nur als heiße Luft – und damit zugleich als ein Totalverlust erwiesen hatten.

Auch wäre ein solches Portal für Verbraucherbeschwerden und Verbraucherhinweise hilfreich bei Warnungen vor Angeboten, die man besser erst richtig unter die Lupe nehmen sollte, anstatt nur den Werbeversprechen zu trauen. Das beste Beispiel hierfür ist und bleibt die noa Bank, die mit hohen Tagesgeld-Zinsen geworben hat, gar nicht genug Eigenkapital in petto hatte und dann von der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, geschlossen werden musste.

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