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Gehalt: Zwischen Ost und West immer noch große Unterschiede

16. August 2011 –

Auch noch knapp 22 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es deutlich Einkommensunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Der Grund dafür ist insbesondere auf die fehlende Tarifbindung im Osten der Republik zurückzuführen.

Gehälter in Ostdeutschland deutlich niedriger

Laut unternehmer.de kämpfen Ostdeutsche nicht nur mit höheren Arbeitslosenquoten, sondern auch mit deutlich geringeren Gehältern: Wie eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung ergeben hat, liegen die Gehälter im Osten Deutschlands durchschnittlich rund 17 Prozent unter den Gehältern in Westdeutschland. Die Umfrage bezog sich dabei auf Mitarbeiter kleinerer Unternehmen, die nicht in führenden Positionen arbeiten, keine Zulagen erhalten, im Schnitt über eine zehnjährige Berufserfahrung verfügen und 38 Stunden pro Woche arbeiten.

Der Westen hat mehr Tarifverträge – und größere Firmen

Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung, sieht vor allem die geringe Tarifbindung ostdeutscher Unternehmen für die niedrigeren Gehälter verantwortlich. Wie auch mittelstandcafe.de berichtete gebe es im Osten außerdem weniger Großunternehmen als im Westen – und je kleiner die Firma, umso kleiner fielen auch die Gehälter aus. Zudem ist die Zahl der Geringverdiener ist im Osten Deutschlands seit 1999 gestiegen, so der statistiker-blog.de.

Einige Berufe im Osten besonders benachteiligt

Das Lohngefälle ist in manchen Berufssparten besonders deutlich zu bemerken: So etwa bei Fräsern. Während diese im Westen der Republik durchschnittlich 2.425 Euro monatlich verdienen, beziehen sie im Osten ein Durchschnittsgehalt von nur 1.631 Euro. Das entspricht einem Einkommensunterschied von 33 Prozent.

Von allen 100 analysierten Berufen gab es lediglich zwei, bei denen die Gehälter im Osten höher ausfielen als im Westen: Bei Postboten und Friseuren.

Die Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung wurde online durchgeführt. Insofern ist die Umfrage nicht in allen Punkten repräsentativ, da in einigen Berufssparten nur wenige Daten zugrunde lagen. So nahmen beispielsweise in ganz Deutschland nur 200 Friseure an der Studie teil.

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