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Schuldenbarometer 2011 Zahl der Privatinsolvenzen gesunken

23. Februar 2012 –

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent gesunken. Dies ergibt der Schuldenbarometer 2011 der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Insgesamt meldeten 136.033 Verbraucher Privatinsolvenz an. Der Rückgang hat jedoch einen Beigeschmack: in 2010, was als Vergleichswert für 2011 herangezogen wurde, gab es verhältnismäßig viele Verbraucherinsolvenzen. Der Rückgang ist deshalb zwar positiv zu bewerten, dennoch liegt die Zahl der Privatinsolvenzen immer noch deutlich zu hoch. Dieser Meinung ist auch der Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin, der angesichts des Schuldenbarometer 2011 einen deutlichen Vermerk machte.

Sellin: "Obwohl wir dank einer verbesserten Situation auf dem Arbeitsmarkt und einer entsprechend günstigen Konjunkturlage in Deutschland bei den Privatinsolvenzen einen leichten zahlenmäßigen Rückgang verzeichnen, verharren die Werte weiterhin auf einem zu hohen Niveau. Aufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren, hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen."
Für Deutschlands Schuldner scheint es demnach nicht gut auszusehen. Während die Wirtschaft weiter boomt, kommen die Menschen nicht von ihren Schulden los, die Arbeitnehmer werden demnach zu wenig am Aufschwung beteiligt. Besonders schlecht sieht die Lage bei den Schulden bei gleich zwei Altersgruppen aus. Bürgel schreibt in der begleitenden Presseerklärung: "Besorgnis erregen 2011 die Fallzahlen bei den beiden Insolvenz-Risikogruppen: dem Segment der jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren mit einem Plus von 0,9 Prozent und dem Segment 60 Plus mit einem Zuwachs um 6,7 Prozent. Während die Zahlen in den anderen Altersgruppen rückläufig sind, ist ein 3,1-prozentiger Anstieg der Insolvenzzahlen bei den jungen erwachsenen Frauen für die Erhöhung der Insolvenzwerte der gesamten jungen Altersgruppe verantwortlich. Bei den jungen Männern sinken die Werte hingegen um 1,7 Prozent." Und: "Auch bei den Senioren sind vor allem die Frauen mit einem Zuwachs um 12,3 Prozent von einer Pleite betroffen. Zwar legten die Werte auch bei den männlichen Senioren zu, aber mit einem weit geringeren Anstieg um 3,3 Prozent."

Die Probleme der Überschuldung liegen weiter klar auf der Hand: zu niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit sowie ein sorgloser Umgang mit Geld und das Leben über die eigenen Verhältnisse. Das fatale ist: sind die finanziellen Möglichkeiten ausgereizt und gibt die Hausbank keinen Kredit mehr, gehen die Menschen über, sich nach einem Sofortkredit ohne Schufa umzuschauen, anstatt ihre Finanzen erst einmal grundlegend zu sortieren.

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