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2012: Sinkende Zahlen bei Unternehmens- und Privatinsolvenzen

10. Dezember 2012 –

Auch wenn für das kommende Jahr deutlich mehr Unternehmensinsolvenzen prognostiziert werden, für die ersten neun Monate dieses Jahres sind die Zahlen dennoch sehr positiv zu bewerten. Am Freitagvormittag hat das Statistische Bundesamt die Zahl der Insolvenzen von Januar bis September 2012 bekannt gegeben und konnte dabei von sinkenden Zahlen sowohl bei den Insolvenzen von Unternehmen als auch bei den Verbraucherinsolvenzen berichten.

Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 21.803 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Dies waren laut Statistischem Bundesamt 4,6 Prozent weniger Insolvenzen von Betrieben als noch im Vorjahreszeitraum, den ersten neun Monaten 2011. Bei den Privatinsolvenzen sanken die Zahlen in den Monaten Januar bis September 2012 sogar noch deutlicher zum Vorjahresvergleich. Mit „nur“ noch 74.504 Verbraucherinsolvenzen ging die Zahl der privaten Insolvenzen um 5,2 Prozent zurück.

Dafür stieg die Summe der offenen Forderungen, wie das Statistische Bundesamt heute vermeldete. Nachdem die Summe in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres bei 24,0 Milliarden Euro gelegen hatte, stieg sie in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf 39,3 Milliarden Euro. Der Grund hierfür ist auch einfach zu benennen: mehr Großunternehmen gingen in diesem Jahr in die Insolvenz als es im gleichen Zeitraum des Vorjahres der Fall gewesen war.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Destatis mit gut 29.000 Insolvenzen von Unternehmen und damit mit einem leichten Rückgang gegenüber 2011, in dem es insgesamt 30.099 Unternehmensinsolvenzen gegeben hatte. Und auch bei den Privatinsolvenzen wird für das laufende Jahr ein Rückgang auf 153.000 Insolvenzen erwartet, nachdem es im Gesamtjahr 2011 insgesamt 159.418 Verbraucherinsolvenzen gegeben hatte.

Für den Monat September 2012 hingegen konnte das Statistische Bundesamt nur eingeschränkte zahlen vermelden, „weil die Amtsgerichte im Saarland mit den Meldungen für September 2011 auch Insolvenzfälle für den Zeitraum Januar bis August 2011 nachgemeldet hatten, ist ein Vorjahresvergleich für den Monat September 2012 nur eingeschränkt möglich“, wie Destatis berechnet. Bei den Berechnungen für den Monat September wurde das Saarland deshalb außen vor gelassen. Die Summe in den anderen Bundesländern betrugen insgesamt 11.112 Insolvenzen, wovon 7.200 als Privatinsolvenzen und 2.057 als Unternehmensinsolvenzen gemeldet wurden. Die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen sank dabei im Vorjahresvergleich um 17,0 Prozent, die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sogar noch deutlicher um 19,2 Prozent, was zu einem Gesamtrückgang bei den Insolvenzen im September 2012 von 17,9 Prozent führte.

Insolvenzen in Deutschland 

Gegenstand der Nachweisung

September
2012

Veränderung
gegenüber
September 2011
in % 1

Januar bis
September 2012

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum in %

Insgesamt

11 112

– 17,9

114 956

– 5,2

Unternehmen

2 057

– 17,0

21 803

– 4,6

Übrige Schuldner

9 055

– 18,1

93 153

– 5,4

davon: 

– Verbraucher

7 200

– 19,2

74 504

– 5,2

– natürliche Personen als Gesellschafter

113

– 1,8

 993

– 17,0

– ehemals selbstständig Tätige

1 532

– 15,8

15 487

– 6,0

– Nachlässe

210

– 0,0

2 169

0,9

1 Ohne Saarland

Quelle Zahlen: Statistisches Bundesamt

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