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Arbeitsmarktstatistik Dezember – 2012 Zahl der Erwerbstätigen sinkt

31. Januar 2013 –

Wie das Statistische Bundesamt heute Vormittag mitteilte, ging die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember des vergangenen Jahres zurück. Gegenüber dem Vormonat November 2012 sank die Zahl der Erwerbstätigen um 189.000 Menschen, was einen prozentualen Rückgang von 0,5 Prozent bedeutet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, Dezember 2011, stieg die Zahl jedoch. Hier gab es eine Zunahme um 291.000 Erwerbstätige, was ein Plus von immerhin 0,7 Prozent bedeutet hatte.

Während die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2012 sank, wäre ein gleichzeitiger Anstieg der Erwerbslosenzahl zu vermuten. Dem war jedoch im Dezember des vergangenen Jahres nicht so, die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ebenfalls, und zwar um 77.000 Menschen. Damit ergibt sich aus dem Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen nicht automatisch der Hinweis auf eine konjunkturelle Schwäche. Die Alterspyramide wird hier auch weiterhin deutlich einwirken. Anders wäre es, wenn sowohl die bei den Erwerbstätigen als auch bei den Erwerbslosenzahlen ein massiver Rückgang zu sehen wäre.

Der Rückgang der Erwerbstätigenzahl auf nur noch 41,8 Millionen kann auch saisonal bedingt sein. Dezember ist zwar der Monat der Weihnachtseinkäufe und damit auch der zusätzlichen Einstellungen im Einzelhandel und in Handelsunternehmen, dafür gehen beim Bau zahlreiche nicht fest angestellte Helfer über den Winter in die Arbeitslosigkeit. Erst das laufende Jahr wird zeigen müssen, ob sich die Tendenz vom Dezember 2012 im Vergleich mit November 2012 fortsetzt oder ob es nach dem Winter wieder zu einem Anstieg bei den Erwerbstätigen kommen wird.

Gegenüber dem Dezember 2011 sank die Zahl der Erwerbslosen um 3,4 Prozent auf nur noch 2,25 Millionen Erwerbslose. Hier bleibt nun abzuwarten, ob der Trend zu weniger Arbeitslosen weiter zunehmen wird, oder ob eine Stagnation oder gar eine Umkehr des Trends kommen wird. Die Schuldenkrise in Europa scheint für den einen oder anderen schon am Ende angekommen zu sein. Ob dem jedoch wirklich so ist, werden die nächsten Monate bzw. die nächsten zwei, drei Jahre zeigen müssen. Noch benötigt Griechenland Geld, noch ist die Zukunft von Portugal und Spanien nicht gesichert. Noch hat Frankreich seine Probleme nicht gelöst. Und auch die US-Wirtschaft, die entgegen aller positiven Aussagen doch wieder Probleme bekommen hat, steht noch lange nicht wieder auf einem guten Weg, dazu kommen die wirtschaftlichen Probleme Japan, die nun ein milliardenschweres Konjunkturproblem lösen soll. Noch ist die Krise nicht vorüber, wir sind, auch wenn die Zahlen zumindest in Deutschland noch gut sind, immer noch mittendrin in der Eurokrise.

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