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News / Wirtschaft

Zahl der Erwerbstätigen steigt auch 2013 – Aber geringer als 2012

16. Mai 2013 –

Auch im ersten Quartal dieses Jahres stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland weiter an, wie die heute Vormittag veröffentlichten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen. In den ersten drei Monaten 2013 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent an, und damit um 293.000 Personen. Die Gesamtzahl liegt bei mittlerweile 41,5 Millionen erwerbstätigen Personen in Deutschland und dabei inzwischen deutlich über der Marke von 41 Millionen Erwerbstätigen, die durchaus auch als wichtige psychologische Marke angesehen werden könnte.

Dies ist zwar eine gute Nachricht, doch der bittere Kern steckt im Detail: auch wenn es in diesem Jahr erneut eine Zunahme gibt, so ist sie doch nur noch halb so hoch wie im ersten Quartal des vergangenen Jahres. In den ersten drei Monaten 2012 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um immerhin noch 1,4 Prozent und damit genau um das Doppelte.

Die bittere Pille zeigt sich auch im Vergleich der Zahl der Erwerbstätigen aus den ersten drei Monaten 2013 mit den letzten drei Monaten 2012. Die Zahl der in Deutschland erwerbstätigen Menschen sank demnach binnen eines Quartals um 1,2 Prozent und damit um 518.000 Personen. Laut Destatis ist ein solcher Rückgang „im ersten Quartal eines Jahres üblich“.

Dennoch kann eine solche Zahl nicht nur einzeln betrachtet werden, sondern muss auch im Kontext gesehen werden, beispielsweise zum BIP. Und auch hier schwächelt Deutschland in den ersten drei Monaten dieses Jahres, die Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal 2013 um nur noch 0,1 Prozent gestiegen. Dies liegt deutlich unter der Prognose für das Gesamtjahr, die mit 0,5 Prozent sowieso schon niedrig angesetzt ist.

Ob Deutschland nun doch noch mit hineingerissen wird in die Spirale der Rezession, in der sich inzwischen viele Länder in der Euro-Zone befinden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen. Die Wirtschaftsdaten der einzelnen Euro-Länder für das erste Quartal sprechen insgesamt auf jeden Fall keine gute Sprache, der Aufschwung hierzulande könnte damit bald der Vergangenheit angehören.

Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland nach Wirtschaftsbereichen ¹

 

Wirtschaftsbereich ²

2011

2012

2012

2013

1. Vj

2. Vj

3. Vj

4. Vj

1. Vj

Personen in 1 000

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

667

669

628

714

687

644

626

Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

7 739

7 839

7 776

7 802

7 881

7 892

7 822

darunter:

Verarbeitendes Gewerbe

7 175

7 277

7 217

7 239

7 319

7 331

7 268

Baugewerbe

2 424

2 456

2 381

2 451

2 498

2 500

2 402

Handel, Verkehr, Gastgewerbe

9 494

9 577

9 484

9 558

9 602

9 649

9 498

Information und Kommunikation

1 236

1 273

1 256

1 265

1 281

1 294

1 298

Finanz- und Versicherungsdienstleister

1 207

1 204

1 206

1 200

1 201

1 210

1 201

Grundstücks- und Wohnungswesen

446

451

448

449

454

454

455

Unternehmensdienstleister

5 368

5 463

5 377

5 437

5 511

5 532

5 443

Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit

9 557

9 647

9 588

9 621

9 621

9 757

9 692

Sonstige Dienstleister

3 026

3 040

3 024

3 055

3 040

3 047

3 024

Veränderung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum in % 

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

0,6

0,3

0,2

– 0,3

0,0

0,6

– 0,3

Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

1,8

1,3

1,7

1,4

1,1

0,9

0,6

darunter: 

Verarbeitendes Gewerbe

1,9

1,4

1,9

1,5

1,3

1,0

0,7

Baugewerbe

1,7

1,3

1,6

1,4

1,3

1,1

0,9

Handel, Verkehr, Gastgewerbe

1,4

0,9

1,5

1,0

0,5

0,3

0,1

Information und Kommunikation

1,4

3,0

2,5

2,7

3,6

3,7

3,3

Finanz- und Versicherungsdienstleister

– 0,5

– 0,2

– 0,2

– 0,3

– 0,3

– 0,2

– 0,4

Grundstücks- und Wohnungswesen

1,4

1,1

1,4

0,9

1,1

0,9

1,6

Unternehmensdienstleister

4,5

1,8

2,8

2,1

1,3

1,0

1,2

Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit

0,0

0,9

0,5

0,9

1,2

1,2

1,1

Sonstige Dienstleister

– 0,2

0,5

0,6

0,8

0,8

0,2

0,0

¹ Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (Inlandskonzept);
Jahres- und Quartalsdurchschnitte.

² Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).
Vj = Vierteljahr

Quelle Zahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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