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Finanztest BU-Vergleich an den Haaren herbeigezogen?

12. August 2013 –

Oftmals wurden sie ohne Kritik geschluckt, die Testergebnisse der Stiftung Warentest, die sich mittlerweile besonders gerne mit dem Testen von Finanzprodukten befasst. Nun bekam die bislang renommierte Stiftung heftigen Gegenwind von gleich mehreren Seiten mit dem Kritikpunkt: der fehlenden Transparenz des Tests und "indiskutablen fachlichen Mängeln", wie es  Ratingagentur Franke & Bornberg unlängst in einer Presseerklärung mitteilte. "Problematische Anreize in der Preisgestaltung, problematische Ratschläge und indiskutable fachliche Mängel. Dieser Test schafft nicht die erforderliche Transparenz. So wird verunsichert.", heißt es dort.

Für die Stiftung Warentest kommt die Diskussion über die Qualität ihres Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2013 auch noch zur Unzeit, sind die neuen Lizenzgebühren für das Finanztest-Logo doch schwer in die Kritik geraten. 3,5 Millionen Euro bekam die bislang als renommierte Stiftung angesehene im vergangenen Jahr vom Bundesministerium, musste jedoch einen Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro hinnehmen – die Stiftung Warentest schrieb damit zum ersten Mal in ihrer bisherigen Geschichte rote Zahlen. Zum 1. Juli dieses Jahres wurde dann plötzlich die Werbung mit den Testergebnissen und den Siegeln der Stiftung Warentest deutlich teurer. Ein Narr, wer sich Böses dabei denkt?

Während bis zum 30. Juni 2013 noch eine reine Bearbeitungsgebühr von 500 Euro fällig wurde für das Nutzen der Siegel und der Testergebnisse auf Produkten, in der Werbung und im Internet, hat sich dies zum 1. Juli massiv geändert. Seitdem hat das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, ein gemeinnütziges Unternehmen, die Vergabe der Lizenzen übernommen, und die sind jetzt richtig teuer.

So werden 7.000 Euro im Jahr fällig, wenn mit den Testergebnissen geworben wird, die Lizenz für zwei Jahre gibt es für 10.000 Euro. Wenn mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest Werbung im Fernsehen oder im Kino gemacht wird, werden gleich 25.000 Euro für zwei Jahre fällig.

Die Frage, die sich dabei für Betrachter stellt: wie unabhängig ist die Stiftung Warentest in Zukunft wirklich? Wenn nicht jeder Lizenzgebühren zahlen will, wird in Zukunft der in den vorderen Testergebnissen bevorzugt werden, der bereit dazu ist, die horrenden Gebühren zu bezahlen? Wie wird dies dann vor allem auch im Finanzbereich aussehen mit den Ergebnissen der Tests der zur Stiftung Warentest gehörenden Zeitschrift "Finanztest"? Ist hier dann noch wirkliche Transparenz zu erwarten und ein wirklich unabhängiger Test? Oder werden die Ergebnisse in Zukunft genauso Kritik aus vielen Richtungen hervorrufen, wie dies bereits jetzt beim Finanztest BU-Vergleich 2013 der Fall ist?

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