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Sparer in der Zins-Falle – Wann kommt die Zinswende?

23. August 2013 –

Es ist die Zeit der niedrigen Zinsen. Während sich viele Kreditnehmer über niedrige Zinsen für Ratenkredite freuen und Baufinanzierungen ebenfalls immer noch recht günstig zu haben sind, stecken die Sparer in der Zins-Falle. Die Zinswende, auf welche die Sparer so inständig hoffen, blieb jedoch bislang aus, stattdessen rutschen derzeit vor allem im Bereich Tagesgeld die Zinsen weiter ab. Wann kommt die Zinswende endlich, das ist aktuell die größte Frage nicht nur für Sparer in Deutschland, sondern in der ganzen Euro-Zone.

Inzwischen stöhnen auch die Banken über die niedrigen Sparzinsen, ändern von sich aus jedoch nur wenig daran, einen wirklichen Gegentrend zu setzen in der Niedrigzinsphase. So wird gemeckert, aber letztlich doch nur abgewartet, bis der Leitzins wieder steigt – anstatt den eigenen Kunden etwas Gutes zu tun und zu sagen: niedriger Leitzins hin oder her, WIR erhöhen die Zinsen. Dies haben zwar einige Banken in den letzten Monaten sogar getan, aber diese stellen nach wie vor die kleine Ausnahme der großen Regel dar und die lautet nun mal, Kritik der Banken hin oder her: wir senken die Zinsen für Tagesgeldkonten und Festgelder.

Das bedeutet im Klartext: das Zinsniveau sowohl beim Tagesgeld wie auch beim Festgeld sinkt beständig weiter, und zwar so lange, bis die Europäische Zentralbank endlich auf die Bremse tritt und den Leitzins wieder anhebt. Wie lange es bis dahin dauern wird, kann derzeit eher nicht gesagt werden. Die EZB hatte zwar zwischenzeitlich mehrfach angekündigt, das gegenwärtige Niedrigzinsniveau noch eine ganze Weile beibehalten zu wollen. Dem entgegen sprechen jedoch die neuesten Wirtschaftszahlen aus der Euro-Zone, die besagen, dass die Rezession in der Währungsunion nach zwei Jahren zu Ende gegangen ist.

Es bleibt deshalb abzuwarten, wie sich der Rat der Europäischen Zentralbank bei einer nächsten geldpolitischen Sitzung am 5. September dieses Jahres entscheiden wird. Eine weitere Zinssenkung ist eher unwahrscheinlich, es sei denn, der Rat um EZB-Chef Mario Draghi will endgültig seine Glaubwürdigkeit verlieren. Eine schnelle Zinserhöhung ist auch eher unwahrscheinlich, diese dürfte nun jedoch schneller kommen als erwartet. Für Sparer bedeutet dies letztlich, die Augen offen zu halten nach guten Zinsangeboten und möglicherweise doch früher als gedacht wieder steigender Sparzinsen.

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