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Kommt die Abkehr vom Online-Banking?

23. August 2013 –

Immer wieder hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Bürger hierzulande nicht ohne Grund Bedenken gegen Online-Banking haben. Inzwischen ist das Banking per Internet jedoch so sicher, dass sich die Bedenken eigentlich zerstreuen müssten. Wären da erstens nicht die ganzen Phishing-Mails, die allzu gutgläubige Menschen zur Herausgabe ihrer Kontodaten und Kreditkartendaten verleiten – und wäre da nicht der Abhörskandal rund um NSA und BND. Kommt nun die die langsame Abkehr vom Online-Banking?

Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab, verzichten 30 Prozent der Bundesbürger „aus Sicherheitsgründen bewusst auf Online-Banking“, die teilte der Verband in einer Pressemitteilung mit. Dort heißt es weiter: „Mit einem Mausklick eine Überweisung abzuschicken, sorgt bei vielen für Unbehagen. Mehr als jeder dritte Internetnutzer (38 Prozent) fühlt sich durch Betrug beim Online-Banking bedroht. Während die Jüngeren (14-29 Jahre) mit 31 Prozent etwas weniger furchtsam sind, hat fast jeder zweite Senior ab 65 Jahren (45 Prozent) Angst, solchen Betrügereien zum Opfer zu fallen.“

Und während in den letzten Jahren das Online-Banking eher zunahm, zeigt die BITKOM-Umfrage plötzlich ein neues Bild. Noch im vergangenen Jahr hatten nur 25 Prozent der Befragten angegeben, aus Sicherheitsgründen kein Banking im Internet zu betreiben. In 2013 stieg diese Zahl plötzlich um 5 Prozent und damit mittlerweile auf fast ein Drittel der Bundesbürger. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf über den recht starken Anstieg: „Die Sicherheitsbedenken sind in Deutschland schon immer besonders hoch. Bei dem Anstieg sehen wir aber womöglich bereits eine Folge der Debatte um die Abhörprogramme von Geheimdiensten. Wer das Gefühl hat, dass seine Daten jederzeit mitgelesen werden, wird auf sensible Transaktionen im Netz eher verzichten.“

Für Direktbanken dürfte dies eine weniger gute Nachricht bedeuten, arbeiten sie doch fast ausnahmslos nur im Internet. Teilweise ist bei einigen Direktbanken das Banking auch per Brief und / oder Telefon möglich, aber der Hauptkern der Dienste einer Direktbank bezieht sich nun mal auf das Online-Banking. Die Banken werden nun herausgefordert sein müssen, noch mehr als bisher für die Sicherheit des Internet-Banking zu tun, und ihre Kunden weit mehr als bisher über die Sicherheitsstrategie ihrer Bank zu informieren. Zudem ist auch der Gesetzgeber gefragt, der klarstellen muss, in wieweit die Nachrichtendienste auf die Daten und Konten der Verbraucher zugreifen können. Derzeit ist die Unsicherheit groß, wie die aktuelle Befragung im Auftrag von BITKOM zeigt – und sie dürfte noch zunehmen, werden die Banken wie auch die Gesetzgeber nicht mit Transparenz und noch mehr Sicherheitsbestreben um das Vertrauen der Verbraucher werben.

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