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Weitere Leitzinssenkung eher unwahrscheinlich?

26. August 2013 –

Die Sparer in der Euro-Zone müssen mit einem Leitzins von derzeit nur 0,50 Prozent leben. Mittlerweile kamen immer wieder Diskussionen darüber auf, ob der Leitzinssatz noch weiter gesenkt werden könnte – und die Sparzinsen damit weiter in den Keller rutschen könnten. Nun wird eine weitere Leitzinssenkung jedoch immer unwahrscheinlicher.

Während in Jackson Hole das Treffen der wichtigsten Notenbanken abgehalten wurde, sagte EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny, der zugleich der Chef der österreichischen Notenbank ist, laut verschiedener Medienmeldungen dem Fernsehsender Bloomberg: “Ich sehe derzeit nicht viele Argumente, die für eine Zinssenkung sprechen“. Dies zeugt davon, dass mindestens ein Mitglied des wichtigen Rats der Europäischen Zentralbank, der auch die Entscheidungen im Bereich der geldpolitischen Maßnahmen trifft, gegen eine weitere Senkung des Leitzinses ist. Eine Erhöhung ist derzeit jedoch wohl auch eher nicht in Sicht, wenn zu der genannten Aussage eine weitere hingezogen wird, die im nahezu gleichen Atemzug von Nowotny kam: “Die meisten aktuellen Entwicklungen werden keine Auswirkung auf die Geldpolitik der EZB haben.”

Ob damit auch das Ende der Rezession in der Euro-Zone gemeint ist? Dies können wir nur mutmaßen. Dafür ist es wohl wahrscheinlich, dass ein Ende der Niedrigzinsphase weiter ausbleiben wird. Selbst wenn der Leitzins nicht gesenkt werden wird, bedeutet dies nicht, dass die sinkenden Zinsen für Tagesgeldkonten und Festgelder bereits auf der untersten Stufe der Möglichkeiten in Sachen Niedrigzinsen angekommen sind. Die bereits in diesem Monat erfolgen Zinssenkungen gleich mehrerer Banken haben gezeigt, dass es für sie tatsächlich noch Luft nach unten gibt bei den Sparzinsen, egal ob der Leitzins nun weiter auf seinem historischen Tief verharrt oder nicht.

Für Sparer wird es damit immer schwieriger, gut verzinste Sparkonten zu finden. Während sich beim Tagesgeld trotz sinkender Zinsen wenigstens von der hohen Flexibilität dieser Anlageart profitieren lässt, sieht dies beim Festgeld und anderen, zeitlich befristeten Anlagearten natürlich anders aus. Hier stehen die Sparer bei Neuverträgen oftmals im Regen, da die Verzinsung in vielen Fällen nicht einmal mehr dazu ausreicht, um einen Inflationsausgleich zu schaffen, geschweige denn eine positive Realverzinsung zu erwirtschaften.

Deshalb ist es inzwischen oftmals fast ratsamer, sich für ein Tagesgeldkonto zu entscheiden, und damit wenigstens flexibel zu bleiben, anstatt sein Geld jetzt über Jahre hinweg an niedrige Zinsen zu binden und sich dann am Ende über den niedrigen Ertrag zu ärgern – während das Zinsniveau allgemein längst wieder angestiegen ist.

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