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Rückgang der Geldmenge und der Kredite in der Euro-Zone

29. August 2013 –

Die Rezession in der Euro-Zone ist beendet, doch vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis es erneut zu Schwierigkeiten in der Währungsunion kommen wird. Zwar ist der Rückgang der Geldmenge eine durchaus gute Nachricht, da die Inflationsgefahr hierdurch gebremst wird, der Rückgang der Kredite sollte jedoch mehr als bedenklich stimmen.

Denn: hat nicht die Europäische Zentralbank mehrfach den Leitzins auf inzwischen nur noch 0,50 Prozent gesenkt, damit es eine verstärkte Vergabe von Krediten vor allem an Unternehmen gibt? Dieser Plan geht immer noch nicht auf, stattdessen ist die Kreditvergabe in der Euro-Zone rückläufig, was im schlimmsten Falle in eine neue Rezession führen könnte.

Vor allem die Sparer sind es, die davon betroffen sind. Sie zahlen mit niedrigen Zinsen seit vielen Monaten für die geldpolitischen Maßnahmen der EZB, die jedoch einfach nicht wirklich aufzugehen scheinen. In Deutschland ist die Lage inzwischen so dramatisch, dass angesichts einer Inflationsrate von 1,9 Prozent im Juli 2013 mit steigender Tendenz nach oben und einer maximalen Verzinsung von 1,50 Prozent p.a. beim Tagesgeld kein Inflationsausgleich mehr möglich ist, und die Sparer stattdessen eine negative Realverzinsung hinnehmen müssen.

Es wird damit Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen, wenn die Banken die niedrigen Zinsen, die sie selbst zahlen müssen für Kredite, nicht an ihre Kunden weitergeben. Auch wenn es derzeit einige günstige Ratenkredite gibt, so sind die Zinsen jedoch oftmals immer noch in einem Bereich, in dem es noch deutlich Luft nach unten gibt.

In genau einer Woche, am 5. September 2013, wird der Rat der Europäischen Zentralbank erneut zusammentreten, um unter anderem über den Leitzins zu beraten. Es wird nun die Frage sein, ob die Ratsmitglieder erkennen, dass es Zeit wird für eine Zinswende in der Euro-Zone oder ob sie den Leitzins weiter auf dem historisch niedrigen Niveau belassen. Sollte letzteres der Fall sein, dürften auch die Zinsen für Spareinlagen weiter sinken, während eine Zunahme bei der Kreditvergabe kaum vorkommen wird. Wenn dies bis jetzt nicht geschehen ist, wird dies auch in den kommenden Monaten nicht geschehen, egal wie niedrig der Leitzins bleiben wird.

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