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Unternehmensinsolvenzen stiegen im 1. Halbjahr 2013 wieder an

09. September 2013 –

Drei Jahre in Folge sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland, im 1. Halbjahr 2013 legten sie laut der Bürgel Wirtschaftsinformationen wieder leicht zu. So meldeten 1,8 Prozent mehr Unternehmen Insolvenz an als noch im 1. Halbjahr 2012. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres meldeten damit 15.349 Unternehmen Insolvenz an. 2012 lag die Zahl der insolventen Betriebe indes bei nur 15.082 Unternehmen, was wiederum einen Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber den Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2011 bedeutet hatte.
Laut Bürgel Wirtschaftsinformationen Geschäftsführer Norbert Sellin ist für den Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen im 1. Halbjahr 2013 vor allem eines verantwortlich: „vor allem die Nachwirkung der schwachen Konjunktur im letzten Quartal 2012“. Insgesamt geht Bürgel für 2013 von bis zu 30.500 Unternehmenspleiten aus. Damit wäre ein Plus von fast 3,0 Prozent erreicht mit einem Zuwachs von etwa 900 Insolvenzen von Unternehmen gegenüber dem Gesamtjahr 2012. Damit steht man Bürgel Geschäftsführer Sellin nicht den verbesserten Einschätzungen des Konjunkturverlaufs für Deutschland entgegen. Norbert Sellin dazu: „Konjunkturprognosen spiegeln die Zukunftserwartungen wider. In den Insolvenzstatistiken zeichnet sich hingegen die Vergangenheit ab“.
Vor allem die Industrie ist es, die in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Insolvenzen gemeldet hat, vor allem der Maschinenbau und die Druckindustrie, das Textilgewerbe sowie Unternehmen aus den Bereichen Spedition und Logistik. Viele Unternehmen hatten mit demnach mit dem langen Winter zu kämpfen, aber vor allen ist es die weiter schwächelnde Konjunktur, die weltweit Sorgen bereitet. Sellin macht hierfür auch die klaren Gründe aus: „Firmen halten sich mit ihren Ausgaben angesichts der nachhaltig getrübten Absatzperspektiven zurück. Auch die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Krise im Euroraum lähmt die bisherige Investitionsbereitschaft“.
Besonders betroffen von Unternehmensinsolvenzen waren laut Bürgel Wirtschaftsinformationen im 1. Halbjahr 2013 Nordrhein-Westfalen mit 5.777 Insolvenzen, Bayern mit 1.751 Insolvenzen, Baden-Württemberg mit 1.240 Insolvenzen und Niedersachsen knapp dahinter mit 1.209 Insolvenzen. Und auch bei der Insolvenzquote zeigt sich, dass NRW mit 79 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen in den Monaten Januar bis Juli dieses Jahres am stärksten von Insolvenzen betroffen war.
Laut Bürgel ist ein großer Teil der Insolvenzen von Unternehmen auf Neugründen zurückzuführen, also Betrieben, die nicht länger als zwei Jahre existiert und damit aktiv waren. Im ersten halben Jahr dieses Jahres waren dies 3.808 Unternehmen und damit fast ein Viertel der Unternehmensinsolvenzen überhaupt in diesem Zeitraum.

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