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News / Wirtschaft

FlexStrom-Pleite: Kunden müssen Forderungen rechtzeitig anmelden

26. September 2013 –

Im April dieses Jahres hat der Stromdiscounter Insolvenz angemeldet und damit zahlreiche Kunden um ihre Vorauszahlungen gebracht, die diese bereits geleistet hatten. Für die FlexStrom-Kunden ist es nun wichtig, wollen sie überhaupt einen Teil ihres Geldes wiedersehen, die entsprechenden Forderungen rechtzeitig anzumelden.

Da das eigentliche Insolvenzverfahren über FlexStrom erst zum 1. Juli 2013 eröffnet wurde, ist es wichtig, dass auch die Kunden ihre Forderungen nochmals anmelden, die dies vor diesem Tag bereits getan haben. Denn: die vor dieser Frist getätigten Forderungsanmeldungen sind unwirksam und werden damit nicht berücksichtigt im laufenden Verfahren.

Doch es gibt auch einen Stichtag für die Anmeldung der Forderungen, dies ist der 30. Dezember 2013. Bis dahin müssen die Forderungen der Kunden von FlexStrom sowie der Gesellschaften Löwenzahn Energie, FlexGas und Optimalgrün angemeldet werden, um im weiteren Verfahren berücksichtigt werden zu können.

Für die Forderungsanmeldung ist es wichtig, dass die Kunden die insolvenzführende Kanzlei nicht selbst anschreiben, sondern das entsprechende Anmeldeformular ausfüllen und dann dieses zurückschicken. Dies sichert, dass die Ansprüche der früheren FlexStrom-Kunden auch ordnungsgemäß bearbeitet werden können.

Die offenen Forderungen sollen laut Medienberichten am 31. März 2014 geprüft werden. Noch ist jedoch offen, wie viel Geld die Kunden tatsächlich bekommen – und ob sie überhaupt etwas von ihrem Geld wiedersehen werden.

Die Sache mit FlexStrom zeigt, wie wichtig es ist, bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter (und auch Gasanbieter!) darauf zu achten, dass keine Vorkasse geleistet werden muss. Üblich sind bei seriösen Anbietern monatliche Abschlagszahlungen, die dann bei der Jahresabrechnung verrechnet werden – und woraus sich dann ein Guthaben oder eine Nachzahlung ergibt. Auch auf Kautionszahlungen sollte man sich nicht einlassen. Solange man bei seinem bisherigen Energieversorger keine Zahlungen schuldig geblieben ist, ist eine solche Kaution nicht gerechtfertigt, selbst wenn man Einträge in der Schufa hat.

Auf der Suche nach einem günstigeren Stromversorger sollte man deshalb auf diese Punkte achten – und sich auch nicht auf Verträge mit Bonus einlassen. Hier steckt der Haken oft im Detail und so manches Mal mussten sich bereits die Gerichte mit diesem Thema befassen. Deshalb kann nur eines empfohlen werden: beim Stromanbieter-Vergleich genau hinzusehen und nicht nur auf den vermeintlich billigsten Tarif herein zu fallen.

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